Egelsbach ‐ Floriansjünger, so weit das Auge reicht. Knapp 650 Nachwuchs-Blauröcke haben sich zum diesjährigen Kreisjugendfeuerwehrtag am Rande des Gewerbegebiets eingefunden, um während eines dreitägigen Zeltlagers den Gemeinschaftssinn bei vielfältigen Aktionen zu stärken. Von Jenny Bieniek

© Strohfeldt
Beim Wasserbomben-Zielwerfen im Rahmen der Lagerolympiade musste der Feuerwehr-Nachwuchs gut zielen, sollte der „Fänger“ trocken bleiben.
Ausrichter war die Egelsbacher Jugendfeuerwehr – wie zuletzt vor 20 Jahren und trotz der Sturmschäden aus der Nacht zu Freitag (unsere Zeitung berichtete).
Trotz des anfänglichen Regens herrscht am Samstagmorgen gute Stimmung auf dem Zeltplatz. Am Abend zuvor stand eine Nachtrallye auf dem Programm. Dafür hatten sich die Gastgeber etwas Besonderes einfallen lassen und mit Hilfe von Mitarbeitern der Burg Frankenstein ein Gruselkabinett in einem leer stehenden Gebäude auf die Beine gestellt. Während viele der Teilnehmer noch verschlafen mit ihrer Truppe beim Frühstück sitzen, sind die Frühaufsteher schon mit dem Abwasch am Freiluft-Spülbecken beschäftigt. Das Egelsbacher Organisationsteam bereitet währenddessen die anstehende Ortsrallye vor, bei der die Teilnehmer Zahlen und Fakten rund um das Klammerndorf zusammentragen müssen. Nicht alles lässt sich dabei ohne die Hilfe von Ortskundigen herausfinden. Wie viele Betten hat das Landhotel Johanneshof? Welche Absprunghöhen offeriert der Sprungturm im Freibad? Und: Was wird in Egelsbach traditionell Mitte September gefeiert?
Für drei Dutzend der Nachwuchskräfte wird es derweil auf dem Sportplatz ernst. Sie treten an, um die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr, die sogenannte Leistungsspange, zu erhalten. In Gruppen zu je neun Mann gilt es, Können und Wissen in Theorie und Praxis unter Beweis zu stellen. Neben Staffellauf, Kugelstoßen, einem Löschangriff und dem möglichst schnellen Auslegen einer Schlauchleitung müssen die Anwärter in der anschließenden Theorieprüfung Fragen zu Ausrüstung, Löschmitteln und Unfallverhütung beantworten. „Die bestandene Prüfung ist Voraussetzung für den Erhalt eines Funkmeldeempfängers“, erklärt Pressewart Marcel Appelt, „und ohne den Piepser gibt’s später nun mal keine Einsätze.“ Die Anwärtertruppe aus Rodgau um Carsten Recke meier (17) bereitet sich bereits seit Wochen auf die Prüfung vor und gibt sich zuversichtlich: „Schwächen gibt es bei uns nicht, deshalb machen wir uns da gar keine Gedanken.“ Und Tanja Röckert, die einzige Anwärterin im Team, fügt hinzu: „Unsere Abnahme im vergangenen Jahr ist wegen heftiger Regenschauer buchstäblich ins Wasser gefallen. Aber diesmal klappt’s ganz bestimmt.“
Am Nachmittag, rechtzeitig zur großen Lagerolympiade, verzogen sich die Regenwolken. Dabei erwartete die Teilnehmer unter anderem eine Mohrenkopfwurfmaschine und Wasserbomben-Zielwerfen. Und beim Discoabend wurden nicht nur Mister und Misses Kreisjugendfeuerwehrtag gekürt, sondern auch Spiele wie Feldbetten-Wett-Aufbauen und Karaoke veranstaltet. Zum Abschluss stand gestern ein Human-Table-Soccer-Turnier an, bevor es für den ausgepowerten Brandschutznachwuchs zurück nach Hause ging.
Facebook 'Like' wird geladen...

Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.