Egelsbach - Die Gemeindevertretung stimmt heute (Rathaus, 20 Uhr) darüber ab, ob sie Klage gegen die neuen Flugrouten über Egelsbach von und zum Rhein-Main-Flughafen erheben wird. Von Holger Borchard
Nach Auffassung der Flug-Lärm-Abwehr-Gemeinschaft-Egelsbach (FLAG-E) kommen die Parlamentarier nicht umhin, die Klageerhebung zu beauftragen, sofern sie „Egelsbach sowohl als Wohn- und Lebensmittelpunkt der Menschen als auch als Gewerbestandort langfristig erhalten möchten“. Deshalb appelliert BI-Sprecher Günther de las Heras: „Wir bitten die Politiker, im Sinne der Klage zu stimmen – nutzen Sie diese wichtige Möglichkeit, den Entscheidungsdruck hin zu einer Verbesserung der Lärmsituation über Egelsbach zu erhöhen!“.
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Aktuelle Reaktionen der DFS zeigten, „dass auf besonderen Druck von Bevölkerungsteilen in der Region plötzlich doch Routen verlegt und Flughöhen verändert werden können, die vorher unverrückbar erschienen“, konstatiert der BI-Sprecher. „Zudem beschreiten immer mehr Städte und Gemeinden den Rechtsweg, um ihre Bürger vor steigenden Belastungen durch Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet zu schützen.“ Nicht ausblenden sollten die Kommunalpolitiker zudem die Perspektiven bis 2020. „Bis dahin werden die Flugbewegungen voraussichtlich um 40 Prozent steigen“, erinnert de las Heras. „Demnächst fliegen auch die schweren Maschinen über Egelsbach – im schlimmsten Fall auch nachts, falls das Nachtflugverbot aufgehoben wird.“
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