722.01.10|Egelsbach|Egelsbach|1
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Egelsbach/Langen ‐ Für die Pendler auf der S-Bahn-Linie 3 scheint es Licht am Ende des Tunnels zu geben: Die neuen Züge sollen nun spätestens Anfang April auf der Schiene sein. Und dieses Mal könnte es tatsächlich klappen. Von Markus Schaible

© Strohfeldt
Noch halten am Egelsbacher Bahnhof die alten Züge der Baureihe 420, doch die Pendler auf der Linie S3 können hoffen.
Denn: Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat der modifizierten Version der Baureihe ET 423 endlich die Zulassung erteilt. Daran war der ursprünglich geplante Einsatz ab Dezember 2009 gescheitert. Die Bahn AG erhofft sich dadurch auch weniger Verspätungen auf der Strecke, die vom Fahrgastverband Pro Bahn als „Sorgenkind“ angesehen wird.
Staub ist stellvertretender Landesvorsitzender von Pro Bahn Hessen und hat sich für die jüngste Ausgabe der Fahrgastzeitung intensiv mit dem „Sorgenkind“ S3 beschäftigt. Sorgenkind deshalb, weil es auf der S3 – die Linie fährt von Darmstadt durch den Westkreis Offenbach und Frankfurt bis Bad Soden – massive Probleme mit der Pünktlichkeit gebe. Zwar erkläre die Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft, nur fünf Prozent aller Züge seien verspätet – da dies aber meist in Hauptverkehrszeiten sei, geht Staub von 20 Prozent aller Fahrgäste aus, die betroffen seien.
Als Grund ausgemacht hat Pro Bahn unter anderem, dass die gesamte Strecke beim Bau auf einen 20-Minuten-Takt ausgelegt wurde, die Bahnen aber nun häufiger verkehren. „Die Begegnungsstrecken liegen damit nicht mehr im planerisch ermittelten Idealbereich“, erklärt Staub.
Da die neuen Züge (neben anderen Vorteilen wie Klimaanlage) schneller beschleunigen und „hoffentlich weniger Defekte haben“ (Honerkamp), geht die Bahn von einer Verbesserung der Pünktlichkeit aus. „Zudem werden wir auch netzseitig die Strecke beschleunigen“, so der Bahnsprecher. Staub ist da angesichts der vielen Engpässe (einer ist der Bahnhof Langen) jedoch eher skeptisch.
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