Egelsbach - Dass der Krach der Helikopter einen großen Teil der Lärmbelastung rund um den Flugplatz darstellt, ist wohl unbestritten. Doch nicht jede Initiative, ihn zu reduzieren, stößt auf ungeteilte politische Zustimmung. Von Markus Schaible
Das musste jetzt die Wahlgemeinschaft erfahren – ihr Antrag auf eine Verkürzung der Platzrunden für die Firma Heli Transair ist umstritten. Ausgerechnet die Grünen sind dagegen – haben aber ihre Gründe. Kurz gesagt, sie trauen dem Braten nicht und wünschen eine andere Vorgehensweise. Weil in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter keine Annäherung möglich war, wurde das Thema erst einmal geschoben, um dann in der kommenden Sitzungsrunde erneut auf den Tisch zu kommen.
Die WGE möchte erreichen, dass die Deutsche Flugsicherung die „alten“ Heli-Flugrouten wieder zulässt. Sie sind kürzer, liegen weiter westlich und tangieren den Großteil der Gemeinde nicht. Allerdings: Der Bereich Kammereck/Auf der Trift (nördliche Route) würde ebenso wie die Nachbargemeinde Erzhausen (südliche Route) mehr belastet als jetzt.
Wenn die Firma bereitwillig zustimme, eine andere Platzrunde zu nutzen, so glaube er nicht daran, dass dies mit Rücksicht auf die Egelsbacher Bevölkerung erfolge, so Eßer. „Vielmehr verspricht sich Heli Transair entweder einen wirtschaftlichen Vorteil oder die Möglichkeit, die Anzahl der Flüge weiter zu erhöhen.“ Doch: „Mit mittlerweile mehr als 15.000 Hubschrauber-Flugbewegungen ist das zumutbare Maß bereits überschritten. Unser Ziel muss es sein, diese Belastung zurückzuführen.“
Deshalb kann aus seiner Sicht eine Änderung der Flugrouten nur mit zwei Punkten verflochten werden: „Einer Verpflichtung zur Lärmreduzierung, insbesondere durch Hubschrauber der Heli Transair, durch Verringerung der Flugbewegungen und Einhaltung der Platzrunden.“ Die Grünen forderten deshalb in einem Änderungsantrag, dass der Gemeindevorstand gemeinsam mit der Flugsicherung ein Konzept erstellt, das eine bessere Verteilung des Hubschrauber-Fluglärms zur Folge hat.
Hans-Jürgen Rüster verteidigte dagegen den WGE-Antrag: „Wir entscheiden nicht, wie Heli Transair fliegt, das geht gar nicht“, zielte er auf die eingeschränkten Einflussmöglichkeiten der Gemeinde ab. Wenn aber durch die Initiative nur ein Helikopter die kürzere Route fliege, sei das ein Erfolg.
Die anderen Fraktionen äußerten sich nicht zum Thema, aber dazu haben sie nun in der kommenden Sitzungsrunde die Möglichkeit.
Rubriklistenbild: © dpa
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