Egelsbach (lfp) ‐ Zwischen zwei Fußballspielen hatte die Liebe auch noch Platz. Am Samstagabend besangen der Gemischte Chor der Sängervereinigung und der Chor Next Generation die Liebe in all ihren Facetten.

© Postl
Freud und Leid der Liebe waren Thema des Konzertabends der Sängervereinigung Egelsbach am Samstagabend. Dabei spannten Next Generation (oben) und Gemischter Chor (rechts) den Bogen im vollbesetzten Eigenheim vom italienischen Madrigal bis zu Filmklängen der Moderne.
Der Bogen reichte von der „Freud’“ bis zum „Leid“ – und das über einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Dass das Konzert im voll besetzten Eigenheim um 18 Uhr und damit zwischen zwei Spielen der Fußball-WM begann, dürfte ebenfalls des einen Freud und des anderen Leid gewesen sein.
„Jungfrau, Dein schön Gestalt erfreut mich sehr“, hatte Hans Leo Hassler im 16. Jahrhundert gedichtet und damit die Idealvorstellung einer Liebsten beschreiben wollen. Auch Giovanni Giacomo Gastoldis „I speme amorosa“ – die „Liebeshoffnung“ also – gehört zu den Liebeshymnen des 16. Jahrhunderts. Johannes Brahms nahm drei Jahrhunderte später den Umweg über eine Rose, die zu brechen er erbat. Next Generation, dirigiert von Uwe Heller, stellte den Spannungsbogen überzeugend her und wurde mit großem Applaus bedacht.
Den zweiten Teil des Konzerts eröffnete „Next Generation“ mit modernen, international bekannten Liebes-Kompositionen, wie „Only you“ von Vince Clarke oder dem US-Traditional „Shenandoah“, arrangiert von James Erb. Anschließend zeigte sich auch der Männerchor der Sängervereinigung mit „Kari waits für me“ von Heinrich Paulsen beziehungsweise „Die Harmonie der Ehe“ von Joseph Haydn modern bis traditionell – Ann-Katrin Stöcker sorgte ein weiteres Mal für die Klavierbegleitung.
Dass Next Generation nicht nur in deutscher Sprache zu singen vermag, belegten die finalen Darbietungen des Chors „As torrents in Summer“ von Edward Elgar, und „Gabriellas Sang“ des Schweden Stefan Nilson – hier begeisterte vor allem Elisabeth Isermanns Alt-Solo in schwedischer Sprache nebst schwedischer Chorbegleitung. Das „Il est bel et bon“ ging in tosenden Applaus der begeisterten Zuhörer über.
„Wir sind mit Dirigent Uwe Heller superglücklich. Er achtet sehr auf die Sprache und ist sehr einfühlsam“, verriet Karen Bierling zufrieden.
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