Egelsbach - Es ist eine Bedingung, ohne deren Erfüllung die Errichtung des SGE-Sportcenters nie genehmigt worden wäre. Wer heute ein Gebäude baut, muss die sogenannte Stellplatzsatzung befriedigen, sprich ausreichend Parkplätze dazu bauen. Von Holger Borchard
Im Falle der Sportgemeinschaft sind es 34 an der Zahl, die irgendwo an der Freiherr-vom-Stein-Straße entstehen müssen. Nach eingehenden Diskussionen im erweiterten Vorstand des Vereins steht inzwischen fest: Die Parkplätze werden vom neuen SGE-Center aus gesehen jenseits der Straße auf dem Sportgelände angelegt, und zwar im Bereich links der Toreinfahrt vis-à-vis des Rathauses, sprich in Richtung des Kunstrasen-Spielfelds. Sechs Bäume müssen dafür gefällt werden.
Interessant sei dieser Zeitplan jedoch allenfalls im Hinblick auf die avisierte offizielle Eröffnung des neuen Sport-Domizils, merkt Kurpiela an. „Die ist für Freitag, 23., beziehungsweise Samstag, 24. März, geplant. Wenn zu diesem Termin die Parkplätze fertig sind, ist das natürlich erfreulich. Aber grundsätzlich kann unser Vereinsheim in jedem Fall den Betrieb aufnehmen, sofern klar ist, dass die Parkplätze entstehen.“
Dass bei dem Projekt am Ende doch ein wenig aufs Tempo gedrückt werden musste, wurde unter der Woche bei der Vorstellung der Pläne im Bauausschuss der Gemeindevertretung deutlich. Denn im Anfangsstadium der Überlegungen hatte vieles dafür gesprochen, die Parkplätze zwar ebenfalls auf Sportgelände, aber in anderer Richtung, sprich gegenüber des Schwimmbads anzulegen. Für diesen Fall hätte die Gemeindeverwaltung alles darangesetzt, die Bauarbeiten mit Erneuerung des Gehwegs entlang der Freiherr-vom-Stein-Straße zu koordinieren. Die ist laut Ordnungsamt wegen Unfallgefahr alternativlos; gemeinsam hätte man Kosten sparen können. Vorausgesetzt hätte das einen sogenannten Verpflichtungsermächtigungsbeschluss durch die Gemeindevertretung, da der Etat 2012 noch nicht von der Kommunalaufsicht genehmigt ist.
Dass die SGE diese Parkplatzvariante allerdings ruck, zuck in den Papierkorb verbannte, hat einen simplen Grund: Bordsteine. Gegenüber dem Bad eine Einfahrt zu schaffen und damit einhergehend den Fußweg zu verlegen, betrifft logischerweise auch die Einfassung. Bordstein-Bau jedoch landet laut Gemeindesatzung bei dem auf der Rechnung, der die Einfahrt haben will. „Die erste Kostenschätzung belief sich auf annähernd 26.000 Euro. Da ist uns der Entschluss ganz, ganz leicht gefallen“, plaudert Bernhard Kurpiela schmunzelnd aus dem Vorstands-Nähkästchen.
Rubriklistenbild: © Pixelio.de/Gabi Schönemann
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