Berlin - CDU und CSU sind trotz deutlicher Verluste bei der Europawahl in Deutschland wieder klar stärkste politische Kraft geworden.

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Ergebnis 2004: CDU/CSU 44,5 %, SPD 21,5%, FDP 6,1%, Die Grünen 11,9%, PDS 6,1%. Vorläufiges amtliches Endergebnis 2009: CDU/CSU 37,9 %, SPD 20,8 %, FDP 11,0%, Die Grünen 12,1 %, Die Linke 7,5 %
Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Sonntagabend sanken die Unionsparteien von 44,5 Prozent bei der letzten Europawahl 2004 auf jetzt 37,9 Prozent (CDU 30,7% / CSU 7,2%) .
Die SPD erlitt dagegen ein historisches Debakel und rutschte entgegen aller Prognosen noch unter die mageren 21,5 Prozent vor fünf Jahren. Mit nur 20,8 Prozent hatte sie am Sonntag ihr bisher schlechtestes bundesweites Resultat seit Kriegsende.
Die Grünen erzielten mit 12,1 Prozent ein etwas höheres Ergebnis als im Jahre 2004 und blieben knapp drittstärkste Partei vor der FDP.
Die Linken konnten sich dagegen nur leicht von 6,1 auf 7,5 Prozent verbessern. Die Wahlbeteiligung war mit 43,3 Prozent wieder ähnlich niedrig wie die 43 Prozent bei der letzten Europawahl vor fünf Jahren.
Bei der Bundestagswahl am 27. September wird wieder eine deutlich höhere Wahlbeteiligung erwartet, so dass die Ergebnisse der Europawahl nur bedingt vergleichbar sind. Dennoch wird dem Wahlausgang vom Sonntag auch bundespolitische Bedeutung beigemessen.
Union und FDP am Sonntag zusammen weit mehr Stimmen als SPD, Grüne und Linke, so dass ein gleichartiges Resultat bei der Bundestagswahl klar für eine schwarz-gelbe Koalition reichen würde.
Die CSU konnte in Bayern konnte ihr schwaches Ergebnis von 49,7 Prozent bei der Landtagswahl im letzten Herbst mit 48,1 Prozent zwar nicht übertreffen, hatte aber trotzdem keine Schwierigkeiten mit der Fünf-Prozent-Hürde im Bund. Die Christsozialen kommen bundesweit auf 7,2 Prozent und ziehen damit wieder ins Europaparlament ein.
Die 99 deutschen Sitze verteilen sich nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis wie folgt: auf die CDU entfallen 34 Sitze, die CSU erhält acht Sitze, die SPD erhält 23, die Grünen 14 Sitze und die FDP zieht mit 12 Kandidaten in das Europaparlament ein. Die Linke kann acht Sitze für sich verbuchen. Größter Sitze-Verlierer ist die CDU, die im Vergleich zur letzten Wahl sechs Mandate aufgeben muss. Die FDP erhält im Gegenzug fünf zusätzliche Sitze, die CSU, die Grünen und die Linke gewinnen jeweils einen Sitz dazu. Die SPD bleibt unverändert.
AP/mm
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