217.06.09|Rhein-Main|Rhein-Main|
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Frankfurt - Der Frankfurter Hauptbahnhof ist alltäglich für etwa 350 000 Reisende der erste Berührungspunkt mit der Stadt - und als dieser in seinem momentanen Zustand in vielerlei Hinsicht optimierbar. Von Melanie Gärtner

© Georg
Heute wirkt der Bahnhofsvorplatz noch sehr unstrukturiert.
Aus diesem Grund hatten die Deutsche Bahn und die Stadt Frankfurt einen Ideenwettbewerb ausgerufen, um sowohl den Vorplatz, als auch den nördlichen und südlichen Eingangsbereich umzugestalten.
Dabei sollten neben gestalterischen Aspekten vor allem die funktionalen Abläufe der verschiedenen Verkehrswege, wie die vor dem Hauptbahnhof verlaufende Straße, die Straßenbahnhaltestelle sowie der Busbahnhof berücksichtigt werden. Im Januar legten insgesamt acht Planungsteams dem Preisgericht ihre Entwürfe vor, die die Jury aber allsamt nicht überzeugen konnten. So gab es keinen ersten Preis und die Gewinner des 2. und des 3. Preises erhielten den Auftrag zur Überarbeitung ihrer Vorschläge. Gestern nun legten die Architekturgesellschaft Schneider + Schumacher aus Frankfurt sowie die Gesellschaft von Landschaftsarchitekten TOPOTHEK 1 aus Berlin ihre neuen Entwürfe vor.
„Die Umgestaltung dieser öffentlichen Räume ist eine der hochrangigsten, aber auch komplexesten Aufgaben, denen sich die Stadt Frankfurt stellen muss“, so Dieter von Lüpke, Leiter des Stadtplanungsamtes. „Wir haben mit den vorliegenden Vorschlägen nun Lösungen, die nicht nur hohen Ansprüchen an die Repräsentation genügen, sondern auch eine größere Aufenthaltsqualität auf dem Gelände um den Bahnhof versprechen.“ Die Vorschläge beziehen sich im Wesentlichen auf die Umgestaltung des zur Innenstadt gerichteten Bahnhofsvorplatzes, der nördlichen Bahnhofsvorplatz an der Poststraße und dem südlichen Bahnhofsvorplatz an der Mannheimer Straße. Der Entwurf des Frankfurter Architektenbüros Schneider + Schumacher will durch eine Verlagerung der Taxistände auf dem nördlichen Vorplatz und dem Busbahnhof auf dem südlichen Vorplatz an die jeweiligen Seitenbereiche des Bahnhofsgebäudes eine große Nutzungsfläche um den Bereich des Haupteingangs schaffen. Deshalb erhielten die Seiteneingänge an der Nord- und Südseite des Gebäudes einen ihrer Nutzung angemessenen Zugangsbereich. Die so entstehenden Platzflächen würden stellenweise mit in den Boden eingelassenen, in der Dunkelheit leuchtenden Lichtfliesen bestückt, die zu einem prägenden Bild der Frankfurter Innenstadtsil-houette werden sollen. Die heute direkt vor dem Empfangsgebäude gelegene Straßenbahnhaltestelle bleibt dem Frankfurter Entwurf nach weiter an Ort und Stelle.
Im Gegensatz dazu stellt der Vorschlag des Berliner Ingenieurbüros TOPOTHEK 1 mehr den Aspekt des Bahnhofs als zentralen Verkehrsknotenpunkt in den Mittelpunkt und ordnet deshalb Verkehrsströme neu. Der Verlauf der Straßenbahn würde vom Bahnhofsvorplatz herausgenommen und auf die Seite der gegenüberliegenden Häuserfront verlegt. Die Haltestellen der Nahverkehrsbusse wanderten an die Südseite des Gebäudes und der Bau einer Tiefgarage auf dem Grundstück des Campanile-, bzw. Bahntower-Grundstücks würden im Süden eine Freifläche schaffen, wo heute parkende Autos stehen. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Einfahrtsrampen auf der nördlichen, dem Frontbereich zugewandten Seite des Bahnhofs weiter westlich und damit näher zum Hinterausgang des Gebäudes zu verlegen.
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