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Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit sorgt im bürgerlichen Frankfurt für royalen Glanz

Abends im Museum

Frankfurt - Die Stadt ist zwar bürgerlich durch und durch, doch Kaiser und Könige waren in Frankfurt meist gerngesehene Gäste. Von Christian Riethmüller

© dpa

Mette-Marit in der Schirn

Allerdings liegen die Tage als Wahl- und Krönungsort des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation schon lang zurück, weshalb gestern ein eher unbekannter, weil royaler Hauch über dem Römerberg zu schweben schien: Eine leibhaftige Kronprinzessin ist schließlich nicht jeden Tag zu Besuch.

Mette-Marit, Ehefrau des norwegischen Thronfolgers Haakon, weilte am Main, um in der Schirn Kunsthalle die große Ausstellung „Der moderne Blick“ mit zahlreichen Werken des norwegischen Malers Edvard Munch zu eröffnen (siehe auch Besprechung auf der Kulturseite).

Bilder von der Ausstellungseröffnung mit Mette-Marit

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  • Kronprinzessin Mette-Marit, Kunsthalle Schirn, Frankfurt, Edvard Munch
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vor

Bevor die 38-Jährige im Blitzlichtgewitter die Schirn erreichte, hatte sie sich im Römer noch in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt eingetragen. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) hatte den hohen Gast im Kaisersaal empfangen und begleitete Mette-Marit anschließend auch zur Kunsthalle, wo Schirn-Direktor Max Hollein eine Sonderführung vornahm.

Die gut gelaunt wirkende Kronprinzessin, die ein knielanges blassrosafarbenes Kleid und einen schwarzen Blazer trug, stellte sich im größten Raum der Ausstellung, der passenderweise unter dem Titel „Auf der Bühne“ Munchs vom Theater beeinflusste Gemälde zeigte, dann noch den Fragen der aufgeregten Reporterschar. Der erzählte sie von der enormen Bedeutung Munchs für Norwegen und auch für sie, weshalb es sie besonders freue, in dieser Ausstellung die etwas unbekanntere Seite des weltberühmten Malers entdecken und ihn mithin in einem anderen Licht sehen zu können. Am Hof in Oslo hingen zwar Gemälde norwegischer Künstler, aber keine Munchs und auch nichts von ihr. Sie könne nämlich nicht malen.

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