102.07.10|Hanau|Hanau|1
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Hanau (did) ‐ Ihre Gutgläubigkeit hat eine 40-Jährige einen größeren Geldbetrag gekostet. Die Frau aus Wolfgang war im Internet auf einen Betrüger, angeblich aus Ghana, hereingefallen.
Beim häufigen Chatten mit dem Unbekannten erschlich sich dieser das Vertrauen der Wolfgängerin. Ihr berichtete der Mann dann von einem angeblichen Diebstahl und seiner daraus resultierenden Mittellosigkeit. Die Mitleidsmasche zeigte alsbald Wirkung - die hilfsbereite Frau überwies über eine für solche Transaktionen geeignete Bank einen vierstelligen Betrag nach Afrika und erhielt vor einigen Tagen als Gegenleistung mehrere Traveller-Schecks im Wert des überwiesenen Geldes zugeschickt. Das bittere Erwachen kam auf der Bank; beim Einlösen der Schecks stellte sich heraus, dass es sich bei den Papieren durchweg um Falsifikate handelte.
„Regelmäßig versuchen Betrüger, die ihren Sitz im Ausland und hier insbesondere in afrikanischen oder asiatischen Ländern haben, an das Geld von Internet-Nutzern heran zu kommen“, meint Hauptkommissar Stefan Adelmann von der Beratungsstelle der Polizei am Freiheitsplatz. Meistens sind es ominöse Mails, die direkt an den jeweiligen Inhaber der Mailadresse gerichtet sind; auffällig für diese Art von Angeboten sei die hohe Zahl der Schreibfehler im Text - ungeachtet, ob die Briefe in Deutsch oder Englisch verfasst sind. In der Regel werden in den Schreiben große Renditen aus Beteiligungen an irgendwelchen Firmen oder Transaktionen in Aussicht gestellt - deren zweifelhafte Seriosität man allerdings nie überprüfen kann. Weiterhin wenden sich, wie im aktuellen Fall dargestellt, angeblich in Schwierigkeiten geratene Personen aus dem Ausland an meist zufällig gefundene Internetkontakte und bitten um Unterstützung; die Polizei rät zu äußerstem Misstrauen und zum Klick solcher Mails in den elektronischen Papierkorb.
Rubriklistenbild: © AP
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