714.10.09|Hanau|Hanau|4
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Großkrotzenburg - (ed) Die Interessengemeinschaft gegen Block 6 des Kraftwerks Staudinger hat die Abschaltung der seit Ende September laufenden Versuchsanlage zur Kohlendioxidabscheidung (CCS) gefordert.
Wegen der Beimischung von Säuresalzen zur Prozessdurchführung und der späteren Wiedereinleitung des Kohlendioxids in die Rauchgase sieht die IG eine weitere Belastung und vor allem eine mögliche Gesundheitsgefahr für die umliegende Bevölkerung. Die IG fordert vom Regierungspräsidium Darmstadt den sofortigen Stopp der Anlage.
Mit der Pilotanlage sollen im Labor entwickelte Verfahren nun unter produktionsnahen Bedingungen erprobt werden. Die Abscheidung soll ein Jahr laufen. In einem Absorber wäscht eine Dusche mit in Wasser gelösten Aminosäuresalzen das Kohlendioxid aus einem kleinen Teilstrom des Abgases von Block 5 aus. Durch Erhitzen werden die Salze in einem nachgeschalteten Desorber wieder vom Kohlendioxid getrennt. Die Salze verbleiben im Prozess und werden wiederverwendet. Das Kohlendioxid wird dann dem Rauchgas wieder beigemischt.
Die Initiative bemängelt, dass Stoffe aus dem Reinigungs-Prozess in die Umgebung gelangen und sich neue Schadstoffverbindungen bilden könnten. Antworten auf diese Fragen seien öffentlich nicht bekannt.
Rubriklistenbild: © pixelio
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