004.09.10|Hanau|Hanau|
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Hanau ‐ Bei der Entwicklung des Areals der Pioneer-Kaserne an der Bundesstraße 8 in Wolfgang darf der Großteil der Gebäude abgerissen werden, obwohl die Gesamtanlage aus geschichtlichen Gründen als Kulturdenkmal ausgewiesen ist. Von Erwin Diel

© Häsler
Die meisten Gebäude von Pionieer Kaserne und Pioneer-Housing (rechts) werden wohl abgerissen. Bei der Neubebauung des Kasernengeländes muss die fächerförmige Erschließungsstruktur beibehalten werden, sagt der Denkmalschutz.
Lediglich zwei der zehn Kasernengebäude - möglichst im Eingangsbereich - sollten in ihrer äußeren Form erhalten bleiben, verlangt das Landesamt für Denkmalpflege.
Zudem müsse bei der Neuentwicklung der fächerförmige Verlauf der Erschließungsstraße aufgegriffen werden, Neubauten müssten sich in Höhe und Ausrichtung an der alten Struktur orientieren. Das geht aus einem Gutachten hervor, das die Stadt in Auftrag und jetzt in die parlamentarische Beratung gegeben hat.
Das 90-seitige Papier mit dem Titel „Konversion militärischer Liegenschaften in Hanau. Gesamtstädtischer Entwicklungsrahmen“ ist auf Forderung des hessischen Wirtschaftsministeriums entstanden. Es führt die beabsichtigte Entwicklung der von den Amerikanern geräumten Militärflächen in die derzeit laufende Aufstellung des Regionalplans ein.
Die Pioneer-Kaserne in Wolfgang gilt als Problemkind bei der Suche einer zivilen Nutzung für die insgesamt 340 Hektar messenden geräumten Militärflächen. Zu den Hauptproblemen zählt der Lärm, der von B 8, der Bahnlinie und den benachbarten Industrieflächen (Dunlop) gen Pioneer-Kaserne schallt.
Für das Gelände nördlich der Aschaffenburger Straße haben die Gutachter drei Szenarien entwickelt. Die Stadt favorisiere die Entwicklung des Areals als Gewerbepark für kleine und mittlere Firmen, sagte Stadtplaner Dehler.
Wesentlich verändern muss sich die teils vierspurige B 8. Alle Gutachter forderten den Rückbau, sagte Dehler. Die Verkehrsflächen seien überdimensioniert.

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