Main-Kinzig-Kreis ‐ Um 4 Uhr morgens grub sich die Baggerschaufel im Kinzigtal zwischen Langenselbold und Hasselroth zum ersten Mal tief in die Grasnabe. „Wir müssen den Frost ausnutzen“, sagt der Baggerführer. Denn wird der Boden zu weich, dann werden die Schäden auf Wiesen und Wegen zu groß. Von Dieter Koegel

© Kögel
Zwischen Neuenhasslau und Langenselbold entsteht in den Kinzigauen ein weiterer Weiher, der die Landschaft insbesondere für den Kiebitz wieder attraktiv machen soll.
Sechs Stunden später war bereits ein Teil des neuen Weihers ausgehoben, der die künstlichen Feuchtgebiete in diesem Flurbereich ergänzen und insbesondere dem Kiebitz als künftig zusätzliches Nahrungsangebot zugute kommen soll. Es ist das jüngste von mehreren Schutzprojekten für den bedrohten Vogel, das von derHessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) in Zusammenarbeit mit der Telekom seit drei Jahren zwischen Langenselbold und Gelnhausen verfolgt und realisiert wird.
Rund 15 000 Euro kostet die Gesamtmaßnahme, bei der neben dem neuen Tümpel in der Kinzigaue alte Weiden auf „Kopf“ zurückgestutzt oder ganz beseitigt werden. Denn „der Kiebitz liebt freies Gelände,“ wie HGON-Arbeitskreisleiter Günter Könitzer betont. Eine Gesamtfläche von etwa 250 Hektar zwischen Kinzig und Hasselbach wird durch die Maßnahmen aufgewertet und wieder bewohnbar für Amphibien und Vögel gemacht.
Ein Erfolg, der auch Michael Zieg freut, der bei der Frankfurter Telekom als Umweltschutzbeauftragter die HGON unterstützt. „Wir legen bei unserer Förderung Wert auf Nachhaltigkeit bei Projekten in der Region.“ Deshalb sei die Kooperation auch auf mehrere Jahre angelegt gewesen. In diesem Jahr läuft diese Unterstützung, die der HGON insgesamt 35000 Euro aus der Telekomkasse beschert hat, zunächst einmal aus. Zu tun gibt es allerdings noch genug. Denn das Netzwerk der Kleinbiotope entlang der Kinzig soll laut Susanne Hufmann Stück für Stück ausgebaut und ergänzt werden. Dazu braucht es wieder Kooperationspartner und Spender.
Facebook 'Like' wird geladen...

Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.