Hanau - Für die Kita-Betreuung muss die Stadt deutlich tiefer in die Tasche greifen als zunächst geplant. Obwohl die Zuschüsse aus dem Haushalt an den Eigenbetrieb von 22,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr über 24,8 Millionen Euro im laufenden auf 25,3 Millionen im Jahr 2013 steigen, zehren die jährlichen Verluste das Eigenkapital auf. Von Erwin Diel
Ende kommenden Jahres wird wohl eine weitere Million Euro Zuschuss fällig. Das geht aus dem Entwurf des Wirtschaftsplans für die 2012/13 hervor, den der Eigenbetrieb im Jugendhilfeausschuss vorstellte.
Erweitert werden sollen die städtischen Kindertagesstätten in Klein-Auheim und Wolfgang sowie die Albert-Schweitzer-Kita. Bei den freien Trägern habe sich aktuell die Kathinka-Platzhoff-Stiftung entschlossen mit eigenen Mitteln ihre Betreuungsangebot auszuweiten. Für 2014 plant die Stadt den Neubau von zwei Einrichtungen 2016 soll eine weitere hinzu kommen, hieß es bei der Präsentation im Jugendhilfeausschuss.
Insgesamt bewegt der Eigenbetrieb einen Etat von 33,5 Millionen Euro. Größter Brocken sind die Personalkosten mit um die 18 Millionen Euro. Es folgen die Zuschüsse an die freien Träger, etwa die Kirchengemeinden mit Kindertagesstätten, in Höhe von an die 8 Millionen Euro.
Um rund 1 Million Euro gestiegen sind die Zuschüsse von Bund und Land zur Kinderbetreuung über Projektfinanzierungen. Die Gesamtsumme beträgt 4,7 Millionen Euro. Nur noch zu rund 6 Prozent tragen die von den Eltern zu zahlenden Kita-Gebühren zur Finanzierung bei. Wegen der steigende Zahl der Plätze wachsen die Gebühreneinnahmen von 2,1 auf 2,5 Millionen Euro. Seit 2005 hatte die Stadt schrittweise eine Gebührenbefreiung für den so genannten Rechtsanspruchplatz (Kinder von drei bis sechs Jahren) eingeführt. Das kostet jährlich 4 Millionen Euro.
Rubriklistenbild: © dpa
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