004.12.09|Hanau|Hanau|
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Hanau ‐ Die Kontinuität in der Arbeit seines Vorgängers fortzusetzen, das ist das Ziel des neuen Leiters des Forstamtes Wolfgang, Christian Schaefer. Der 55-jährige Forstwirt hat am 1. September bereits die Nachfolge von Dr. Dieter Müller angetreten, der in Georgien ein entwicklungstechnisches Aufforstungsprojekt betreut. Von Dieter Koegel

© Kögel
Die Kontinuität in der Arbeit seines Vorgängers fortzusetzen, das ist das Ziel des neuen Leiters des Forstamtes Wolfgang, Christian Schaefer.
Neuland ist das Forstamt zwischen Wolfgang und Rodenbach für Schaefer indes nicht. In den vergangenen Jahren war er zuständig für das Controlling und die Koordination der Forstämter in Süd- und Osthessen. Der Neue kennt den 13500 Hektar großen Waldbestand des Forstamtsbereiches mit seinen über 25 Naturschutzgebieten und unter europäischem Schutz stehenden „Fauna, Flora, Habitat“-Flächen (FFH), denen er sich jetzt mit seiner 45-köpfigen Belegschaft widmen muss.
Dabei sei Wolfgang unter den insgesamt 41 hessischen Forstämtern ein eher „untypisches.“ Das Forstamt in der Bulau sei eines, „das nicht nur Wald zu bieten hat.“ Denn der Wildpark in Klein-Auheim gehört ebenso zu den Aufgaben des Forstamtes wie das Jugendwaldheim in Hasselroth, die Forstbaumschule zwischen Hanau und Rodenbach, der Friedwald oder die Samendarre.
„Den Wald zukunftsfähig zu machen“, das ist nach Schaefers Worten die große Herausforderung der kommenden Jahrzehnte. Hier erwartet der Forstmann tiefgreifende Veränderungen durch den Klimawandel. „Der ist da,“ und der Forst müsse sich einstellen auf lange Dürreperioden „mit hohen Temperaturen,“ heftige Stürme oder übermäßige Niederschläge. Launen der Natur, denen ein Waldbestand, wie er sich zur Zeit darstellt, kaum gewachsen zu sein scheint. Langfristige Arbeit sei hier gefragt, Umstrukturierungen bei Baumarten und Bepflanzung müssen gewagt werden, damit der Wald bei den sich ändernden klimatischen Gegebenheiten überleben kann.
Um die wirtschaftlichen Belange des vom Forstamt betreuten Waldes kümmert sich seit Mitte August die 32-jährige Forstwirtin Silke Selchow als Produktionsleiterin. Sie kontrolliert die technische und biologische Produktion, koordiniert Holzeinschlag und Verkauf, der den größten Teil des Jahresumsatzes von rund 2,5 Millionen Euro des Forstamtes ausmacht.

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