Klein-Auheim - Zuletzt wurden hier hochwertige Verpackungen produziert. Jetzt türmen sich riesige Bauschuttberge auf dem Gelände. Bald schon sollen auf dem Areal Lebensmittel verkauft werden. Das Einkaufsviertel am Klein-Auheimer Ortseingang an der Geleitstraße ist im Umbruch. Von Christian Spindler

© Hackendahl
Bauschutt türmt sich auf dem Gelände der früheren Druckerei an der Klein-Auheimer Geleitstraße. In Kürze entsteht dort ein neuer, größerer Rewe-Markt.
Noch in diesem Jahr soll ein neuer Rewe-Verbauchermarkt eröffnet werden, weitere Geschäfte werden hinzukommen.
Auf dem künftigen Neubau-Gelände, wo die Abrissbagger ganze Arbeit geleistet haben, war zuletzt die Schweizer Spezialdruckerei Model-Kramp ansässig, die mittlerweile in einen großen Neubau auf dem Steinheimer „Amerikafeld“ umgezogen ist.
Der Standort an der Geleitstraße, wo es neben einem Drogerie- und Getränkemarkt unter anderem Lokale und Arztpraxen gibt, hat eine lange Druckerei-Tradition. Bis in die 90-er Jahre produzierte dort die Druckerei Illert unter anderem Etiketten.
Rund 1350 Quadratmeter Verkaufsfläche hat der bisherige Rewe-Markt. Im Neubau, der insgesamt 4000 Quadratmeter groß wird, sollen es um die 2000 Quadratmeter sein. Der Getränkemarkt bleibt erhalten, in dem Neubau sollen unter anderem auch Büroflächen zur Vermietung angeboten werden. Ursprünglich war der Rewe-Umzug bereits für Mitte dieses Jahres geplant. Er wird aber erst einige Monate später erfolgen, weil es „einige Planungsänderungen im Innenbereich gegeben hat“, berichtet Gaiser.
Wer in das Gebäude einziehen wird, das Rewe derzeit von der Projekt GmbH angemietet hat, ist noch unklar. Gaiser: „Wir verhandeln mit mehreren Interessenten.“ Weitere Auskünfte gibt es derzeit nicht, nur soviel: Der jetzige Rewe-Trakt wird zukünftig „von zwei bis vier Mietern genutzt.“
Unklar ist offenbar die Zukunft des Drogeriemarkts Schlecker auf dem Gelände. Schlecker ist Untermieter von Rewe. Eine Presseanfrage an die Rewe-Konzernzentrale blieb unbeantwortet.
Im Zuge des Umbaus am Einkaufsstandort am Klein-Auheimer Ortseingang soll auch die Verkehrssituation geändert werden. Sie ist seit langem in der Kritik. Vor allem zu Stoßzeiten kommt es auf der Geleitstraße zwischen Lidl-Discounter und Rewe immer wieder zu brenzligen Situationen, wenn Autos in beide Richtungen abbiegen wollen. Abbiegespuren gibt es nicht. Eine nachträglich installierte Verkehrsinsel brachte wenig Besserung. „Es laufen Untersuchungen für mögliche Änderungen“, sagt Magistratssprecherin Güzin Langner auf Anfrage. Wie Lösungen aussehen könnten, wollen Experten der Stadt demnächst im Ortsbeirat erläutern.
Als dort vorigen Sommer das Rewe-Projekt vorgestellt wurde, gab es breite Zustimmung, aber auch Bedenken wegen des Verkehrs. Vorschlag aus Reihen des Beirats: Um die Zu- und Abfahrten zu entzerren, könnte man doch die Ausfahrt vom Einkaufszentrum nur noch über den Reitweg erlauben.
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