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Verein „Museumseisenbahn“ will Bahnbetriebswerk Hanau für ein Eisenbahnmuseum kaufen

Stadt Hanau tritt Stiftung bei

421.05.10|Hanau|Hanau|
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Artikel: Stadt Hanau tritt Stiftung bei

Hanau ‐ Die Stadt Hanau wird der Stiftung zum Erhalt des Bahnbetriebswerks in den Großauheimer Heideäckern beitreten. Von Dirk Iding

© Kögel

Das Bahnbetriebswerk Hanau mit Lok-Drehscheibe und dem charakteristischen Ringlokschuppen will der Verein „Museumseisenbahn“ zu einem lebendigen Eisenbahnmuseum ausbauen. Zunächst einmal soll über eine Stiftung das Gelände von der Bahn erworben werden. Die Stadt Hanau tritt dieser Stiftung bei.

Das kündigte Oberbürgermeister Claus Kaminsky während der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses der Stadtverordnetenversammlung an. Eine entsprechende Magistratsvorlage sei in Vorbereitung. Damit folgt die Stadt Hanau dem Antrag des fraktionslosen Steinheimer Stadtverordneten Gernot Gesser, der sich seit Jahren politisch für den Erhalt des historischen Ensembles einsetzt, das mittlerweile auch Aufnahme in die „Route der Industriekultur“ Rhein-Main gefunden hat.

Wie berichtet, wurde die Stiftung zum Erhalt des Bahnbetriebswerks Hanau im März von Mitgliedern des Vereins „Museumseisenbahn“ als Unterstiftung der „Stiftung Deutsche Eisenbahn“ gegründet. Der Verein „Museumseisenbahn“ nutzt Teile des Bahnbetriebswerks seit mehr als 20 Jahren. Er hat dort einen umfangreichen Fuhrpark an historischen Lokomotiven, Waggons und anderen Schienenfahrzeugen zusammengetragen. Ziel der Stiftung ist es, das noch im Besitz einer Immobilientochter der Deutschen Bahn befindliche Gelände zu kaufen und dort ein „lebendiges Museum“ einzurichten, in dem laut Vereinsvorsitzendem Dr. Klaus Kröger, die zivile und militärische Eisenbahngeschichte Hanaus dokumentiert werden soll. Regelmäßig veranstaltet der Verein Dampflokfahrten und Feste auf dem Bahnbetriebswerk.

OB Kaminsky würdigte ausdrücklich die Arbeit des Vereins. Der Beitritt der Stadt zur Stiftung für den Erhalt des Bahnbetriebswerks ist gleichwohl vor allem symbolischer Natur. Über den Stiftungsbeitrag von 5 000 Euro geht die Stadt mit ihrem Beitritt keinerlei rechtliche Verpflichtungen ein, die sich etwa aus dem Erwerb des Geländes ergeben könnten. Politisch will die Stadt indes das Ansinnen des Vereins unterstützen, dass die Trasse für eine geplante Bahnüberführung in diesem Bereich so verlegt wird, dass der charakteristische Ringlokschuppen langfristig erhalten werden kann.

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