Verein macht sich für den Erhalt des ehemaligen Bahnbetriebswerks stark: Stadt erwägt Mitgliedschaft

Stiftung soll Verfall stoppen

427.01.1027.01.10|Hanau|3 KommentareFacebook
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Großauheim ‐ Für den Erhalt des ehemaligen Bahnbetriebswerks Hanau in den Großauheimer Heideäckern plant der Verein „Museumseisenbahn Hanau e. V.“ die Gründung einer Stiftung. Möglicherweise beteiligt sich daran auch die Stadt Hanau. Von Dirk Iding

© Iding

Das Bahnbetriebswerk Hanau mit dem charakteristsischen Ringlokschuppen dient den Museumseisenbahnern als Domizil. Mit einer Stiftung will der Verein nun den weiteren Verfall des Ensembles stoppen, das Teil der Route der Industriekultur ist.

Einen entsprechender Antrag des fraktionslosen Steinheimer Stadtverordneten Gernot Gesser verwies die Stadtverordnetenversammlung am Montagabend zumindest in den Kulturausschuss des Parlaments.

Gesser macht sich seit Jahren für die Anliegen der Museumseisenbahner politisch stark. Der Verein restauriert historische Lokomotiven und Waggons und benutzt dafür den Ringlokschuppen, der Teil des ehemaligen Bahnbetriebswerks ist. Das gesamte Ensemble, das der Immobiliengesellschaft der Bahn AG, „Aurelis“ gehört, ist mittlerweile stark vom Verfall bedroht. Das Dach eines ehemaligen Bahnschuppens ist bereits eingestürzt. Der Verein Museumseisenbahn will nun über eine „Stiftung Bahnbetriebswerk Hanau“ zunächst das Areal von der Bahn AG erwerben, um anschließend in den Erhalt der Bausubstanz investieren zu können.

Am Donnerstag, 18. März, will der Verein Museumseisenbahn Hanau sein Konzept zur Gründung der „Stiftung Bahnbetriebswerk Hanau“ während einer Veranstaltung im Bürgerhaus Alte Schule öffentlich vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr.

Nach Ansicht des Stadtverordneten Gesser stellt das Bahnbetriebswerk in den Heideäckern ein einzigartiges Ensemble der Geschichte der Eisenbahn in unserer Region dar. Nicht zuletzt durch die Eisenbahn habe Hanau eine große industrielle und wirtschaftliche Entwicklung genommen, erklärte Gesser. Er erinnerte daran, dass das Ensemble Bestandteil der Route der Industriekultur Rhein-Main ist. Aus Sicht des fraktionslosen Stadtverordneten würde sich ein lebendiger Betrieb des Bahnbetriebswerks durch den Verein Museumseisenbahn Hanau ideal in die Hanauer Museumslandschaft einfügen.

Ebenso wie Gesser lobte auch Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold die engagierte Arbeit der Museumseisenbahner. Die Stadt versuche zu vermitteln zwischen der Bahn und den Eisenbahnfreunden. Aber bevor die Stadt Mitglied in der geplanten Stiftung werde, die als Unterstiftung der „Deutschen Stiftung Eisenbahn“ konzipiert werden soll, müsse geklärt werden, welche insbesondere finanziellen Verpflichtungen damit auf die Stadt Hanau zukommen könnten. Ein großes Problem ist dabei die noch ungeklärte Frage der Altlasten auf dem Gelände, so der Stadtrat.

Einstimmig wurde Gessers Antrag auf Mitgliedschaft der Stadt Hanau in der geplanten Stiftung in den Fachausschuss verwiesen.

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