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4000 Besucher frönen im Congress Park drei Tage lang dem südamerikanischen Salsa

Tanzfieber im Viervierteltakt

316.02.10|Hanau|Hanau|
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Artikel: Tanzfieber im Viervierteltakt

Hanau ‐ Hanau könnte zum neuen Zentrum der internationalen Salsa-Freunde werden. Nach dem Festival „Frankfurt goes Salsa“ im Congress Park resümierte Organisator Roberto Laura vom „Latin Factory Team“ aus Frankfurt: „Salsa hat, glaube ich, eine neue Heimat gefunden.“ Von Dieter Kögel

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Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).

Die rund 4000 Gäste aus ganz Europa, die zwischen rund 100 Workshops für die verschiedensten Tanzstile des Salsa wählen konnten, rasante Bühnenshows von Weltklassetänzern geboten bekamen und selbst bei treibenden Rhythmen bis in die frühen Morgenstunden abtanzen konnten, sahen das am Ende des dreitägigen Festivals ähnlich.

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  • „Frankfurt goes Salsa“ in Hanau
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Denn im CPH konnte Roberto Laura wegen des Platzangebotes all das vereinen, was bei den vorherigen drei Salsafesten in Frankfurt ausgelagert werden musste. „Wir hatten alle Workshops unter einem Dach,“ freut sich der Organisator über die optimalen Bedingungen in Hanau. Tanzsaal im Obergeschoss und Bühne für die Shows im Erdgeschoss waren ebenfalls vorhanden. „Besser geht es eigentlich nicht,“ so Laura, der schon jetzt die Fühler ausstreckt, um auch im Jahr 2011 die große Gemeinde der Salsafans wieder nach Hanau einladen zu können.

© KögelSieht aus wie Fastnacht, ist aber anstrengender Sport: eine Tänzerin beim Festival.

Und die Fans kommen nicht nur aus der Region. „Etwa 30 Nationen waren diesmal beim Festival vertreten,“ sagt Laura. Und „30 bis 35 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland.“ Da werde sogar extra Urlaub genommen. Denn drei Salsanächte und unzählige Workshops zehren schon auch an den Kräften. Zumal die Nächte im wahrsten Sinne des Wortes durchgetanzt wurden. „Am Samstag und Sonntag haben wir hier um sechs Uhr morgens Schluss gemacht.“ Doch weder Roberto Laura noch die Gäste zeigen irgendwelche Erschöpfungserscheinungen. Im Großen Saal wählen mehrere Diskjockeys an den Decks die Musik aus. Bunte Lichtspots huschen über die Tanzfläche und tauchen die Paare mal in rotes, dann in blaues oder orangefarbenes Licht. In den weniger bevölkerten Ecken des Saales wiegen sich probierende Paare. Neue Schrittfolgen werden besprochen und ausprobiert. Erst „trocken,“ dann werden die Bewegungen flüssiger. Und schließlich tauchen die Paare ein in die wogende Menge auf der großen Tanzfläche, gehen auf in der geteilten Leidenschaft für eine leidenschaftliche Tanzart. „Salsa, das ist mehr als nur ein Tanz,“ sagt der in Bolivien geborene Organisator. „Salsa, das ist eine internationale Sprache, das ist ein Lebensgefühl.“

© KögelGetanzt wurde im Congress Park auf allen Ebenen, die Partys nach den Lehrgängen ging bis 6 Uhr in der Frühe.

Das teilen Menschen mit weißer, brauner oder schwarzer Hautfarbe und verschiedenen Sprachen auf der Tanzfläche, wo sich die Partner im Tanz voneinander distanzieren, um sich dann wieder annähern zu können. Der Frauen Linke legt sich wieder auf die Schulter des Herren, der mit der rechten Hand die Hüfte der Partnerin umfasst, und beide setzten wieder zu Schwüngen und schnellen Schrittfolgen im Viervierteltakt an. Bis zur Perfektion trieben die internationalen Tanzkünstler bei den Bühnenshows diese Grundprinzipien. Getanzte Geschlechterkämpfe mit atemberaubenden Choreographien wurden im Theatersaal ebenso bejubelt wie packende Salsainterpretationen, die jede Grenze zu Ausdrucks- und Jazztanz hinter sich ließen.

Die Begeisterung, mit der die Paare und Solisten auf der Bühne zu Werke gingen, sie gab auch den bereits müde getanzten Gästen im Saal wieder Energie und Inspiration, der sie im großen Saal freien Lauf lassen konnten. Wiederum bis in die frühen Morgenstunden. Zur Musik aus der Discoanlage gab es streckenweise noch Livebegleitung mit großen Congas. Im kommenden Jahr zum fünfjährigen Bestehen des Festivals, so überlegt Roberto Laura, sei bei den Bedingungen im Hanauer Congress Park am Schlossplatz sogar ein Abend mit einer Salsaband denkbar.

Rubriklistenbild: © Kögel

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