Hanau - Kann es Freundschaft zwischen Frauen und Männern geben? Oder kommt doch immer der Sex dazwischen? Darum geht es in der Hanauer Theater-Eigenproduktion von „Harry & Sally“. Von Christian Spindler

© Spindler
Claudio Vilardo und Verena Wüstkamp (von links) spielen die Hauptrollen im Hanauer Theaterstück „Harry & Sally“. Unter der Regie von Corinna Maria Lechler (Mitte) sind außerdem Barbara Bach und Detlev Nyga zu sehen.
Im Film „Harry & Sally“ fällt jedem sofort „die“ Szene im Lokal ein, in der Sally (Meg Ryan) ihrem Freund Harry (Billy Crystal) zeigt, dass eine Frau einem Mann sehr wohl sexuelle Befriedigung vorspielen kann.
Die Bühnenfassung von „Harry & Sally“ ist demnächst im Wilhelmsbader Comoedienhaus zu sehen - als Eigenproduktion der Stadt Hanau und „Die Schauspieler e.V“, in der bekannte Protagonisten der Brüder-Grimm-Festspiele mitwirken. Im zehnten Jahr legt der Fachbereich Kultur mittlerweile Eigenproduktionen auf, das zeige das „kulturelle Profil“ Hanaus, sagt Kulturdezernent Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).
Mit Verena Wüstkamp, die die Rolle der Sally spielt, Barbara Bach als ihre Freundin Marie sowie Detlev Nyga als Harrys Freund Frank sind drei langjährige Festspiel-Darsteller bei dem Stück dabei, dazu Claudio Vilardo (Harry), der zuletzt unter anderem am Frankfurter Gallustheater engagiert war.
Die Hanauer Eigenproduktion wartet mit einem besonderen Regieeinfall auf: Die auch im Film vorkommenden Interviews mit Paaren werden auf der Bühne als Videoeinspielungen gezeigt. Dafür wurden zehn mehr oder weniger bekannte Hanauerinnen und Hanauer gefunden, darunter Stadtverordnete und auch Musiker wie Leslie Link und seine Frau Sonja. Die von Daniel Siebert aufgenommenen Filmsequenzen sind nur ein modernes technisches Element in der Produktion. „Das wird ein Multimediaprojekt“, so Lechler. Auch Bühnenprojektionen sind vorgesehen.
Die mit 30.000 Euro von der Stadt finanzierte Produktion hat am 29. März im Comoedienhaus Premiere. Drei weitere Aufführungen folgen von 30. März bis 1. April. Der Vorverkauf läuft bereits. Die Karten kosten zwischen 17 und 25 Euro. Bereits am 28. März kann man die öffentliche Generalprobe besuchen (acht Euro).
Für September, so Kulturmanager Klaus-Dieter Stork, sind vier weitere Aufführung geplant.
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