Hanau - (did) Der Tierschutzverein Hanau und Umgebung bittet um erhöhte Wachsamkeit: Offenbar sind in den Wäldern rund um Hanau illegale Vogelfänger unterwegs.
Gegen einen von ihnen hat der Tierschutzverein zwischenzeitlich Strafanzeige gestellt. Es handelt sich um einen 45 Jahre alten Mann aus dem Mahgreb, den die Polizei bereits in der vergangenen Woche in einem Waldstück zwischen Maintal-Dörnigheim und Kesselstadt festgenommen hatte.
Dort hatte er offenbar Äste mit einer Klebemasse präpariert, auf denen Vögel im wahrsten Wortsinn „auf dem Leim“ gingen. Die Beamten entdeckten bei dem Mann ein Stieglitz-Pärchen, das sie in Freiheit entließen, nachdem Feder und Füße vom Kleber gereinigt worden waren. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde auch der 45-Jährige auf freien Fuß gesetzt.
Das tat er auch, einer der Vögel war über Nacht gestorben. Erneut verlangte der Mann die Herausgabe des noch lebenden Vogels, was die Mitarbeiter des Tierheims ablehnten. Einen Tag später kam er nochmals, um mit der Tierheim-Leiterin zu sprechen. Erneut forderte er die Herausgabe des Vogels. Die Tierheim-Leitung zog einen Tierarzt zu Rate, der bestätigte, dass es sich bei dem Tier um einen Wildvogel handelte. Daraufhin wurde er in die Freiheit entlassen.
Durche Medienberichte auf den Vogelfänger aufmerksam geworden, stellte der Tierschutzverein Strafanzeige wegen Jagdwilderei und Tierquälerei gegen den Mann, der offensichtlich sein schändliches Tun fortsetzen will. Deshalb bittet der Tierschutzverein, verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei zu melden.
Rubriklistenbild: © pixelio
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