Kassel/Berlin. Theoretisch könnten sie seit 1. Januar schon rollen, brummen derzeit aber höchstens im Leerlauf: Gegen die Gigaliner, extra lange Lastzüge, die nun bundesweit getestet werden sollen, rührt sich weiter Protest.
Baden-Württemberg sowie SPD und Grüne im Bundestag drohen mit Klage beim Bundesverfassungsgericht. Sie sehen die Länder vom Bund übergangen.
Gigaliner-Elefantenrennen sind ebenfalls verboten: Auf der Autobahn dürfen die 25-Meter-Lastzüge gar nicht überholen – und sonst nur Trecker, Radler oder Mähdrescher.
Die „Allianz pro Schiene“ s sieht Gefahr im Verzug: Ampelsignale und Schrankenschaltungen deutscher Bahnübergänge seien für die Riesen-Lkw nicht ausgelegt, weil die Räumzeiten nach Lkw-Maximallängen von 18,75 Metern berechnet seien, so Allianz-Geschäftsführer Dirk Flege.
Von Wolfgang Riek
Folgende Strecken abseits der Autobahnen sind seit 1. Januar 2012 für Lang-Lkw freigegeben - sie enden alle vor Standorten großer Speditionen:
• Von der A 7 (Anschlussstelle Malsfeld) auf der L 3435 nach Malsfeld - dort weiter in die Doktor-Reimer-Straße.
• Von der A 4 (Anschlussstelle Friedewald) auf der B 62 über die Gottfried-Schenker-Straße bis zur Einfahrt des Gewerbegebiets in Friedewald.
• Von der A 49 (Anschlussstelle Baunatal-Mitte) über Fehrenberger Straße (Wolfsburger Straße) zum Harzweg und zur Hannoverschen Straße in Baunatal.
• Von der A 49 (Anschlussstelle Gudensberg) über die Bahnhofstraße in Gudensberg bis in den Bahnwiesenweg. (wrk)
Quelle: HNA Online


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