Heusenstamm - (chs) Mehr als 220 Helfer haben die Stadt am Samstagmorgen fit fürs Frühjahr gemacht. Zum 35. Mal in 36 Jahren beteiligten sich die Bürger der Schlossstadt an der bundesweiten Aktion „Saubere Landschaft“.

© Foto: chs
Auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr Heusenstamm betätigten sich am Samstag als Saubermänner.
Start zum großen „Frühjahrsputz“ war am Bannturm, wo sich die Freiwilligen mit blauen Müllsäcken sowie, wenn nicht vorhanden, mit Sammelspießen bewaffneten.
Zuvor hatte Jürgen Pfeifer von der Stadt Heusenstamm das zu säubernde Gebiet in Bereiche unterteilt. So wussten Vereine und Privatpersonen, wo sie ihrem Einsatz nachgehen konnten. Mit dabei waren neben Mitgliedern der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die die Aktion einst mit ins Leben gerufen hatte, auch Helfer der Judo- und Schwimmabteilung des TSV, der HSG Handball, des MSC, der Stadtkapelle, der evangelischen Kantorei, des Hundevereins Bellamis, der Deutschen Waldjugend, des Rugby Klub Heusenstamm, des Kinderchors Konkordia und der Jugendfeuerwehr Heusenstamm.
Der städtische Mitarbeiter weiß, dass es von Jahr zu Jahr schwerer wird, Freiwillige zum Müllsammeln zu motivieren. Ohne die tatkräftige Unterstützung der zahlreichen Heusenstammer Vereine, sei dies nicht möglich.
Doch auch einzelne Bürger fanden wieder den Weg zur Putzaktion. Bereits zum zweiten Mal beteiligten sich Denise Düser und Ahmet Celik an der Müllsammelaktion im Stadtgebiet. „Ich ärgere mich immer über den Dreck am Straßenrand, und da ist es schön, dass ich einmal im Jahr was für die Sauberkeit tun kann“,sagte Denise Düser, die seit 2006 in der Schlossstadt lebt. Zum ersten Mal ist Constanze Heine zur Putzmannschaft gestoßen. Freiwillige Arbeit ist sie gewohnt und ist für sie wichtig: „Ich war vier Monate in Indien und habe dort für arme Menschen gekocht.“Spontan entschied sich Constanze Heine den Weg zum Treffpunkt am Bannturm anzutreten. Gemeinsam mit Denise Düser und Ahmet Celik sammelte sie Unrat bei Martinsee. Dort war auch die Jugendfeuerwehr Heusenstamm im Einsatz und fanden neben dem üblichen Papier und Glas auch einen Spülmaschinenkorb, Schuhe und jede Menge Folie.
„Es wird jedes Jahr weniger, was die Helfer einsammeln - das ist eigentlich ein gutes Zeichen“, sagte Jürgen Pfeifer. Im Durchschnitt kommen etwa zwei Tonnen Müll zusammen. Doch nicht zu vergessen sei, dass auch die Bauhofmitarbeiter kontinuierlich im Jahr unterwegs sind, um die Stadt vom Müll zu befreien.
Die Bilanz diesen Jahres: Ein Muldencontainer mit etwa sieben Kubikmetern Abfall - dies entspräche etwa ein bis 1,5 Tonnen gemischtes Material, so Pfeifer. Für die fleißigen Helfer gab es nach der dreistündigen Sammelaktion am Bannturm zur Stärkung einen Imbiss.
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