Heusenstamm - Es war wieder ein Experiment, was die Verantwortlichen des TSV Blasorchesters gewagt haben. Und es hat funktioniert. Ein Konzert auf dem Bahnhofsplatz? Eignet der Platz sich überhaupt für einen Abend mit Musik? Ja, das kann man nach diesem Konzert sagen, der Platz eignet sich hervorragend.

Ungewohnte Kulisse für ein Konzert: Das TSV-Blasorchester auf dem Bahnhofsplatz. Fotos(2): Bechthold
Und dem 100 Jahre alten Orchester ist es gelungen, das Geviert mit Leben und Fröhlichkeit zu füllen, wie man es bisher nur vom Bahnhofsfest kannte.
Filmmusik und Musicalmelodien hatten die Orchestermitglieder mit Chefdirigent Thomas Uhl einstudiert. Dabei bewiesen die Aktiven einmal mehr die große Bandbreite ihres Könnens. Ob „tollkühne Männer in ihren fliegenden Kisten“ „Miss Marple“ oder ein „James-Bond“-Medley, alles passte und wurde hervorragend dargeboten.
Dabei wagen sich Thomas Uhl und seine Musikerinnen und Musiker auch an die ganz schwierigen Stücke. Gemeinsam mit „Musicordia“ und Jugendchor des Gesangevereins Konkordia spielten sie die schwierige „Bohemian Rhapsody“ der legendären Rockgruppe Queen. Die Begeisterung des Publikums belohnte Chöre und Orchester gleichermaßen für großes Können.
Nach der Pause überraschte noch ein weiterer Gast der TSV-Bläser. Annika Lotz sang sicher und mit klarer Stimmer „Colors of the wind“ aus Pocahontas und „Ich gehör’ nur mir“ aus Elisabeth. Die Bravo-Rufe der Zuschauer hat dieses junge Talent verdient.
Vorsitzende Gundi Wilz dankte am Ende allen Beteiligten, besonders aber Thomas Uhl, der den Abend witzig und gekonnt moderiert hatte. Und gemeinsam mit dem Jugendorchester verabschiedete man die Gäste mit „Simple Gifts“ in die Nacht.
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