Heusenstamm ‐ Er ist nicht nur der älteste kulturtreibende und einer der klangvollsten Vereine der Schlossstadt, sondern auch einer der aktivsten. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht wenigstens ein Chor der Konkordia das Leben und Feiern rund um den Torbau mitgestaltet. Von Michael Prochnow

© Michael
Den neuen Konkordia-Vorstand bilden (vordere zwei Reihen von links) Schriftführer Gerd Hibbeler, Kassiererin Gerda Schünemann, Astrid Hauptmann, Vorsitzender Bernd Krostewitz, sein Stellvertreter Klaus Meckel und Bernhard Schaper sowie Angela Schünemann, Timo Lenk, Axel Lehmann, Roland Fisch und Armin Krysciak.
70 der fast 300 Mitglieder gehören einem der vier Kinderchöre an und 17 dem Jugendchor. Sängerinnen und Sänger glänzen aber auch in Männer- und Frauenchor, in Kammer- und Kleinem Chor. Am Freitagabend wählten sie ihren Vorstand weitgehend wieder.
Bernd Krostewitz wurde erwartungsgemäß als Vereinsvorsitzender bestätigt, er ist das Gesicht der Konkordia. Auch die Besetzung der übrigen Ämter des gechäftsführenden Vorstands war jeden Zweifels erhaben. Klaus Meckel bleibt Stellvertreter, steht jetzt aber dem Vorsitzenden statt wie bisher Schriftführer Gerd Hibbeler zur Seite. Diesen Posten übernahm Armin Krysciak. Gerda Schünemann führt weiterhin die Kasse, wird fortan von Astrid Hauptmann unterstützt.
Zu schaffen macht den Verantwortlichen die Fluktuation in den Schülergruppen. Die gab's zwar immer schon, erläuterte Schriftführer Hibbeler. Durch Ganztagsangebote sowie Nachmittagsunterricht der Schulen werde es aber immer schwerer, Nachwuchs zu gewinnen. Auch die Zeit des Chorleiters sei begrenzt, bemerkten die ehrenamtlichen Helfer und diskutierten über Verbesserungen in diesem Bereich.
2009 war die Konkordia noch ein bisschen eifriger als sonst, blickte sie doch zurück auf eine 160-jährige Vereinsgeschichte. Der Reigen begann nach der Hauptversammlung mit Liebesliedern, dargeboten vom Kammerchor „musicordia“. Eine Woche später wurde das kleine Jubiläum mit Laudator und Altbürgermeister Josef Eckstein gefeiert. Wiederum acht Tage danach gestalteten Männer- und Kinderchor einen Gottesdienst in St. Cäcilia mit.
Dann überschlugen sich die Ereignisse, hielt Chronist Hibbeler fest: Die Konkordia-Chöre wirkten im Mai bei Stadt- und Bahnhofsfest mit und machten traditionell zu Pfingsten ein Fass auf. Im Juni war die befreundete Chorgemeinschaft Stahlklang Steyr zu Gast. Beide Gruppierungen formten ein Kirchenkonzert in Maria Himmelskron, die Oberösterreicher lernten Frankfurt und den Spessart kennen. Wieder eine Woche darauf folgte das Frühlingskonzert im Pfarrheim an der Marienstraße.
„Filmmusik“ interpretierte der Kammerchor mit dem TSV-Blasorchester auf dem Bahnhofsplatz, dann feierten die Kinderchöre eine Messe und die ganze Konkordia ihr Familienfest bei Maria Himmelskron. 60 Zentner Äpfel wurden fürs 8. Kelterfest am Bannturm gepresst, das trotz widriger Witterung einen tollen Anklang fand. Im Oktober ehrte der Vorstand im Hinteren Schlösschen Jubilare, am 1. Advent traten mehrere Formationen in St. Cäcilia auf. Weitere Konzerte sind im Jahresbericht noch vermerkt, Chorfreizeiten, Fastnachtszug und Weinfest. Die meisten Veranstaltungen steigen auch in diesem Jahr.
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