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Das Heusenstammer Schlosshotel hat es ins Finale des Hessischen Gründerpreises geschafft

„Gastronomie ist wie eine Sucht“

Heusenstamm - Es menschelt im „Mein Schlosshotel“ in der Frankfurter Straße. Für Inhaberin Petra Baake ist Gastronomie „wie eine Sucht“. Schon über 30 Jahren ist sie im Gastronomiegewerbe tätig, seit 2008 leitet sie das Hotel. Von Alexander Kroh

Im „Mein Schlosshotel“ steht die Chefin auch mal selbst hinter der Rezeption und empfängt die Gäste. Der enge Kontakt zu den Gästen wird hier gepflegt unf gefördert.

© Kroh

Im „Mein Schlosshotel“ steht die Chefin auch mal selbst hinter der Rezeption und empfängt die Gäste. Der enge Kontakt zu den Gästen wird hier gepflegt unf gefördert.

Überaus erfolgreich, denn das Schlosshotel hat es ins Finale des Hessischen Gründerpreises geschafft, der am 22. September in Baunatal vergeben wird. Petra Baake ist eine von drei Finalisten in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“. Eigentlich hatte sich die Hotelchefin für eine andere Kategorie beworben, nämlich „Mutige Gründung“, denn das Hotel eröffnete Anfang 2009 just in der Phase, in der es der deutschen sowie der gesamten Weltwirtschaft nicht gerade gut ging.

„Für uns als Existenzgründer war das damals der SuperGau“, erinnert sich Baake. Doch ganz ihrem Lebensmotto folgend („Je höher der Berg, desto schöner die Aussicht“) kämpfte sich die staatlich geprüfte Gastronomin durch die Umsatzflaute und mittlerweile geht es dem Hotel sehr gut. 35 Zimmer kann „Mein Schlosshotel“ bieten, dazu zwei Tagungsräume sowie zwei Veranstaltungräume und das hoteleigene Restaurant „Gut“.

Herzlichkeit im Schlosshotel

Der Name ist verpflichtend und „natürlich ist das Restaurant gut – warum sollte man es dann nicht auch so nennen?“, findet Baake. Überhaupt hat sie sich viele Gedanken über die Namensgebung gemacht. „Mein Schlosshotel“ – das vermittelt den Gästen schon von vornherein ein Gefühl, als würde ihnen das Hotel tatsächlich gehören. Und genau dieses Gefühl wird im Betrieb von Petra Baake gefördert: „Wir haben hier noch Gäste – keine Übernachter. Die Gäste sehen mich, wenn sie einchecken, sie sehen mich im Restaurant, an der Bar und auch wieder bei der Abreise.“ So sei es möglich, eine Bindung zu den Gästen aufzubauen, die es in größeren Hotels nicht mehr geben kann, meint die Hotelchefin.

Deshalb lebt das Hotel auch von seinen Stammgästen, die immer gerne wiederkommen, weil sie die Herzlichkeit im Schlosshotel wahrnehmen und schätzen. Für den hessischen Gründerpreis hat sich die Schwäbin ganz spontan beworben und dies fast schon wieder vergessen. Vor rund drei Wochen kam dann aber die Einladung zum Halbfinale nach Kassel, wo Baake die Jury in einer fünfminütigen Präsentation von sich und ihrem Hotel überzeugen musste.

Chance für Menschen

Nominiert in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“ überzeugte die Jury weniger die Zahl der Plätze (im Hotel gibt es 18 Mitarbeiter), sondern die Struktur der geschaffenen Stellen.

Mehr Infos auf der Homepage „Mein Schlosshotel“.

Baake gibt nämlich genau den Menschen eine Chance, die anderswo keine Chancen haben, zum Beispiel alleinerziehenden Müttern. Auch einige Schüler beschäftigt die Hotelchefin. Die Arbeitszeiten sind entsprechend flexibel: „Ich kümmere mich um meine Mitarbeiter und sie kümmern sich um mich“, erläutert Baake. Ob sie mit ihrem Konzept im Finale punkten kann, weiß die Hotelfachfrau nicht, „aber jetzt will ich auch gewinnen“, gibt sich Baake selbstbewusst.

Wer sich selbst ein Bild von dem Hotel machen möchte, hat am Sonntag, 18. September, bei einem Tag der offenen Tür Gelegenheit dazu. Dabei können die Besucher auch einen Blick hinter die Kulissen des Gastronomiegewerbes erhaschen.

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