Heusenstamm - Der Einzelhandel ist nicht unzufrieden. Gaby Kirchner, Friseurin, hat als Vorsitzende der Werbegemeinschaft Frankfurter Straße regelmäßig Kontakt zu ihren Kollegen. Von Claudia Bechthold

© Bechthold
Zu wenig freie Parkplätze und in der Folge immer wieder „wild“ abgestellte Autos sind weiterhin ein Problem auf der Frankfurter Straße.
Dennoch, die Ziele, die man sich 2006 beim Erarbeiten des Stadtleitbildes gesetzt hatte, sind nicht alle erreicht.
Weitere Fachgeschäfte mittlerer Größe ansiedeln, den Branchenmix verbessern, die Kaufkraftbindung erhöhen und Ladenöffnungszeiten vereinheitlichen wollten die Stadtleitbild-Paten. Außerdem hatte man sich bessere Einkaufsbedingungen für Familien und Senioren, das Erhalten und Nutzen traditioneller Veranstaltungen sowie verantwortungsvollen Umgang mit dem Parkraum vorgenommen.
Ein leidiges Problem seien die Parkplätze. Nicht nur, dass so manche Autos an Stellen abgestellt werden, an denen es nun mal einfach nicht erlaubt ist. „Es gibt vor allem einige Dauerparker entlang der Frankfurter Straße“, klagt Gaby Kirchner. Trotz begrenzter Parkzeit. Und darunter sei auch der eine oder andere Geschäftsinhaber, der damit seinen Kunden den Platz wegnehme.
Hoffnung setzen die Einzelhändler an der Frankfurter Straße in die Seniorenresidenz, die jetzt auf dem Grundstück nahe der Patershäuser Straße errichtet werden soll. „Da entstehen 27 Wohnungen für mindestens 27 Bewohner“, meint die Werbegemeinschafts-Vorsitzende. Das lasse auf weitere Kunden hoffen. Und auch für das Erscheinungsbild werde das eine Bereicherung sein.
Gehofft wird auch im Einkaufszentrum Alte Linde. Auf das Neubaugebiet und vor allem auf den so genannten Vollversorger, der in einen Neubau an der Isenburger Straße einziehen soll. Thomas Gretschel, Optiker und offizieller Pate der Stadtleitbild-Arbeitsgruppe, ist aber auch davon überzeugt, dass es mit dem Einzug eines großen Supermarktes allein nicht getan ist. Damit sich im Einkaufszentrum etwas verbessert, müssten die Geschäftsinhaber und die Hauseigentümer auch gestalterisch aktiv werden, meint er. Dieses Ziel des Stadtleitbildes sei also nicht erfüllt. „Die Stadt hat uns Unterstützung angeboten, wenn wir im Einkaufszentrum etwas verändern wollen, aber etwas tun müssen die Eigentümer“, mahnt Gretschel. Und damit anfangen müsste man spätestens, wenn mit den Arbeiten im Neubaugebiet begonnen wird.
Wirklich optimistisch ist der Geschäftsmann allerdings nicht. Denn dazu müssten mindestens acht verschiedene Hauseigentümer an einen Tisch gebracht und sich über einen gemeinsamen Weg einig werden.
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