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Händler in der Frankfurter Straße in Heusenstamm nicht unzufrieden

Händler nicht unzufrieden

Heusenstamm - Der Einzelhandel ist nicht unzufrieden. Gaby Kirchner, Friseurin, hat als Vorsitzende der Werbegemeinschaft Frankfurter Straße regelmäßig Kontakt zu ihren Kollegen. Von Claudia Bechthold

© Bechthold

Zu wenig freie Parkplätze und in der Folge immer wieder „wild“ abgestellte Autos sind weiterhin ein Problem auf der Frankfurter Straße.

Dennoch, die Ziele, die man sich 2006 beim Erarbeiten des Stadtleitbildes gesetzt hatte, sind nicht alle erreicht.

Weitere Fachgeschäfte mittlerer Größe ansiedeln, den Branchenmix verbessern, die Kaufkraftbindung erhöhen und Ladenöffnungszeiten vereinheitlichen wollten die Stadtleitbild-Paten. Außerdem hatte man sich bessere Einkaufsbedingungen für Familien und Senioren, das Erhalten und Nutzen traditioneller Veranstaltungen sowie verantwortungsvollen Umgang mit dem Parkraum vorgenommen.

„Leerstand haben wir derzeit nicht an der Frankfurter Straße“, weiß Gaby Kirchner. Aber ideal ist der Branchenmix noch nicht. „Läden für Schuhe und für Kleidung fehlen uns“, räumt sie ein und fügt hinzu, „mir persönlich fehlt vor allem ein Schuhgeschäft“. Ansonsten erhalte man fast alles in Heusenstamm, sogar „ein Röllchen Garn“. Allerdings müsse man dazu von Laden zu Laden. „Viele Geschäfte werden von den Inhabern geführt, das hat den Vorteil, dass mehr auf die Kunden eingegangen wird.“ Bei den Öffnungszeiten wird aber genau dieses zum Nachteil. Weil in den meisten Geschäften die Inhaber selbst bedienen, es meist nur wenig Angestellte gibt, kann man sich nicht auf einheitliche Zeiten einigen. „Dafür haben wir im vergangenen Jahr eine Broschüre an alle Haushalte verteilt, in der die Öffnungszeiten aller Läden aufgeführt sind“, sagt Gaby Kirchner.

Ein leidiges Problem: Die Parkplätze

Ein leidiges Problem seien die Parkplätze. Nicht nur, dass so manche Autos an Stellen abgestellt werden, an denen es nun mal einfach nicht erlaubt ist. „Es gibt vor allem einige Dauerparker entlang der Frankfurter Straße“, klagt Gaby Kirchner. Trotz begrenzter Parkzeit. Und darunter sei auch der eine oder andere Geschäftsinhaber, der damit seinen Kunden den Platz wegnehme.

Hoffnung setzen die Einzelhändler an der Frankfurter Straße in die Seniorenresidenz, die jetzt auf dem Grundstück nahe der Patershäuser Straße errichtet werden soll. „Da entstehen 27 Wohnungen für mindestens 27 Bewohner“, meint die Werbegemeinschafts-Vorsitzende. Das lasse auf weitere Kunden hoffen. Und auch für das Erscheinungsbild werde das eine Bereicherung sein.

Hoffnung Einkaufszentrum Alte Linde

Gehofft wird auch im Einkaufszentrum Alte Linde. Auf das Neubaugebiet und vor allem auf den so genannten Vollversorger, der in einen Neubau an der Isenburger Straße einziehen soll. Thomas Gretschel, Optiker und offizieller Pate der Stadtleitbild-Arbeitsgruppe, ist aber auch davon überzeugt, dass es mit dem Einzug eines großen Supermarktes allein nicht getan ist. Damit sich im Einkaufszentrum etwas verbessert, müssten die Geschäftsinhaber und die Hauseigentümer auch gestalterisch aktiv werden, meint er. Dieses Ziel des Stadtleitbildes sei also nicht erfüllt. „Die Stadt hat uns Unterstützung angeboten, wenn wir im Einkaufszentrum etwas verändern wollen, aber etwas tun müssen die Eigentümer“, mahnt Gretschel. Und damit anfangen müsste man spätestens, wenn mit den Arbeiten im Neubaugebiet begonnen wird.

Wirklich optimistisch ist der Geschäftsmann allerdings nicht. Denn dazu müssten mindestens acht verschiedene Hauseigentümer an einen Tisch gebracht und sich über einen gemeinsamen Weg einig werden.

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