Heusenstamm (pep) - Am Silvesterabend sind Jugendliche mit Feuerwerk in der Hand kein seltenes Bild. Umso mehr aber junge Leute am Neujahrsmorgen mit Schippe und Besen in der Hand, um die Reste der Knallereien der Nacht zu entfernen.

© Petrat
Freiwillig reinigen Jugendliche der Ahmadiyya-Gemeinde die Straße am Torbau.
Schon seit es die islamische Ahmadiyya-Gemeinde in Heusenstamm gibt, sorgen die Kinder und Jugendlichen am Morgen des 1. Januar für saubere Straßen.
Bereits um kurz vor 9 Uhr sieht man vor dem Torbau die fleißigen Helfer, die sich die Frankfurter Straße entlang arbeiten bis zum Bahnhof und dabei zerfetzte und durchnässte Reste der Feuerwerkskörper einsammeln. Auch wenn sich viele darunter etwas anderes vorstellen mögen, so ist dies für die gläubigen Muslime eine „ehrenvolle Arbeit“, mit der sie sich und der Gemeinschaft etwas Gutes tun wollen.
Auch eine Anwohnerin hat sich der Gruppe angeschlossen und findet die Idee gut, nicht nur vor der eigenen Haustür zu kehren. „So schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Christel Hanusch, die besonders die Idee der Integration gut findet. Sie ist zum ersten Mal dabei. „Ich kann mich etwas bewegen und unterstütze das“, erklärt sie ihre Motivation zu helfen. Mit einer eigenen kleinen Mülltüte liest sie besonders kleine Glasflaschen und große Papierreste auf.
Ruhig blieb die Neujahrsnacht für die Feuerwehr. Nur einmal kurz nach zwei Uhr mussten die Brandschützer ausrücken, um brennende Reste von Feuerwerkskörpern zu löschen.
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