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160. Geburtstag von Konkordia Heusenstamm

„Es kommt darauf an, dass man singt“

Heusenstamm - Mit viel Chorgesang hat der Gesangverein Konkordia am Samstagabend in der TSV-Halle seinen 160. Geburtstag gefeiert. Was die Besucher erwartete war kein Jubiläumskonzert. Vielmehr handele es sich um eine „lockere musikalische Geburtstagsfeier, bei der sich kurze Reden und kurze gesangliche Darbietungen verschiedener Konkordia-Chöre jeweils ablösen“, wie Gerd Hibbeler vom Vereinsvorstand erläutert. Von Christina Schäfer

© Foto: Schäfer

Die Laudatio auf das „Geburtstagskind“ hielt Altbürgermeister Josef Eckstein.

Und dennoch hatte die Konkordia zu diesem Anlass der Turnhalle an der Jahnstraße eine festliche Atmosphäre eingehaucht. Weiße Tischdecken, Blumenschmuck und glitzernde Dekorationen auf den Tischen zeugten von dem besonderen Vereinsgeburtstag.

„Eine wechselvolle Geschichte von der Frankfurter Nationalversammlung bis heute“, sagte Altbürgermeister Josef Eckstein in seiner Laudatio. „Viel Mut und Opferbereitschaft gehörte dazu, das Schiff ‚Konkordia' durch die wogenden Wellen der deutschen Geschichte zu steuern.“ Immer mit dem gleichen Ziel: „Es kommt weniger darauf an, was man singt, sondern, dass man singt - am besten mit anderen zusammen und so gut, wie möglich.“

© Foto: SchäferAuch der Frauenchor und die einzelnen Gruppen des Kinderchores der Konkordia gestalteten das Programm der Geburtstagsfeier in der TSV-Halle mit.

Denn Anfang des festlichen Programms übernahmen die „Elefanten“ - eine Kinderchorgruppe der Konkordia. Seit seiner Gründung des Kinderchors teilte sich dieser in verschiedene Altersgruppen: Dort regieren die „Löwen“, „Elefanten“ und „Tiger“. Unter der Leitung von Dorothea Ott-Sterzik zogen die „Elefanten“ mit „Eine kleine Melodie singt mein Herz von früh bis spät“ und dem deutschen Volkslied „Im Frühtau zu Berge“ die Zuhörer in ihren Bann. Fast verloren wirkten die wenigen jungen Sänger und Sängerinnen und dennoch überzeugten sie durch ihren Gesang. Mit einer gekonnten Verbeugung verabschiedeten sich die Kinder, die die erste bis dritte Klasse besuchen, vom Publikum.

Die Frage des Vereinsvorsitzenden Bernd Krostewitz, ob der Gesangverein Konkordia nun 160 Jahre alt oder trotz seiner 160 Jahre jung sei, blieb an diesem Abend jedoch unbeantwortet. „Fakt ist, dass man in diesem Alter den Geburtstag gebührend feiern sollte“, fasste der Vorsitzende zusammen. Dies taten die Konkordianer zu genüge, betraten an diesem Abend auch Frauenchor, der Kleine Chor, der Jugendchor sowie der Kammerchor „musicordia“ die Bühne. Am Klavier begleiteten Wolfgang Löll und Michael Hittel die jungen und junggebliebenen Sänger.

„Musik und Gesang sind Sorgenbrecher par excellence“, sagte Bürgermeister Peter Jakoby in seinem Grußwort an den feiernden Gesangverein. Mit seiner Lieblingsmusik, wenn auch nur von CD, lässt sich der Rathauschef aus dem Alltag in eine entspannte Welt entführen, wie er verriet. Neben Glückwünschen brachte Peter Jakoby auch noch eine finanzielle Unterstützung für die Chöre mit. „Es gibt immer Löcher zu stopfen“, nahm Bernd Krostewitz das Geschenk dankend für die Konkordia entgegen. Auch der Vorsitzende des hessischen Chorverbands, Gottfried Schubert, sprach Grußworte und brachte eine Spende aus eigener Tasche mit - schließlich müsse man ja auch ein Geschenk mitbringen zu solch einer Feier.

Doch trotz Laudatio und Grußworte, feierte die Konkordia - wie sollte es anders sein - mit ordentlich Gesang und überzeugte damit einmal mehr mit der Vielfalt der Chöre und der Chorliteratur.

Mit Filmmusik aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ brachte der Frauenchor unter der Leitung von Roland Pelger in Begleitung der „Tiger“ und der Elefanten einen ruhigen Vortrag mit zarten Stimmen zu Gehör, anschließend stimmte der Frauenchor mit den „Tigern“ mit „A Canon of Praise“ ein englischsprachiges Chorstück der Kirchenmusik an.

Unter der Leitung von Thomas Priebus trat der Kleine Chor - „das jüngste Kind der Konkordia“, wie Gerd Hibbeler ihn nannte - vor das Publikum. Die „lockere Gesangsgruppe“, die im 14-tägigen Rhythmus probt, gab „Fernando“, „The Rose“ und „Somewhere Over The Rainbow“ zum Besten. Mit ihren Titeln brachten die Frauen und Männer auch einige Besucher im Saal zum Mitsingen. Zum Abschluss hatten sich der Kammerchor „musicordia“ und der Jugendchor etwas besonderes einfallen lassen. Mit „Only You“ von den Beatles und „Bohemian Rhapsody“ von Freddy Mercury sangen sie zwei Lieder, die für einen feierlichen Ausklang sorgten und gleichfalls bei den Zuhörern für ein wenig Gänsehaut. Mit leisen, sanften und auch kraftvollen Tönen zeigten die Konkordia-Mitglieder was in ihnen steckt. Das Publikum gratulierte den Sängern mit viel Applaus zum Geburtstag.

In einer Bilderschau ließ der Verein im Anschluss die wechselvolle Geschichte der Konkordia noch einmal Revue passieren.

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