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Gesangverein Konkordia begeisterte sein Publikum in der Kirche St. Cäcilia

Konzert mit Überraschung

Heusenstamm ‐ Es war ein Konzert der Überraschungen, zu dem der Gesangverein Konkordia im 160. Jahr seines Bestehens eingeladen hatte. Der Ort war schon die erste Überraschung, denn die Sänger waren diesmal in der Barockkirche St. Cäcilia zu erleben. Von Claudia Bechthold

Die erst 14 Jahre alte Marina Schmidt (linkes Foto) begeisterte mit klarer Stimme bei Schuberts „Ave Maria“. Gemeinsam trugen Jugend- und Kammerchor einen Gospel vor.

© Tipi

Die erst 14 Jahre alte Marina Schmidt (linkes Foto) begeisterte mit klarer Stimme bei Schuberts „Ave Maria“. Gemeinsam trugen Jugend- und Kammerchor einen Gospel vor. Fotos(2): Tipi

 Und so hatten die Chöre mit ihren Leitern Ronald R. Pelger und Thomas Priebus das Programm auf diesen Ort abgestimmt. Auch mit ihren Solisten gelang es der Konkordia, das Publikum zu begeistern. Und nicht zuletzt Bernd Krostewitz, Vorsitzender des Gesangvereins, zeigte sich überrascht, dass in der Kirche kein Plätzchen mehr frei war, als das adventliche Konzert begann. Mitveranstalter war, auch das ist neu, der Förderverein Balthasar Neumann.

Ulrike Muris, Anja Hampe und Marina Schmidt traten aus den Chorreihen heraus, um allein jeweils ein Stück vorzutragen. Lediglich auf den Solisten Willi Fassauer musste das Publikum verzichten, er fehlte krankheitsbedingt. Die Leistung der drei Frau ließ aber keine Wünsche offen. Absolut tadellos trugen sie Mariae Wiegenlied von Reger (Muris), Domine Deus von Vivaldi (Hampe) und Schuberts Ave Maria (Schmidt) vor. Vor allem die erst 14 Jahre alte Marina Schmidt überraschte dabei mit klarer, wenn auch noch junger Stimme. Sie ist ein besonderes Talent, das gefördert werden sollte.

Auch Männer- und Frauenchor, Kleiner Chor und Jugendchor überzeugten sowohl mit der Bandbreite bei der Auswahl ihrer Stücke, als auch beim Vortrag selbst. Ob „Die Rose“ des Männerchors, Mendelssohns „Laudate pueri“ des Frauenchors, das sanfte „Somewhere Over The Rainbow“ des Kleinen Chors oder der Gospel „Good News“, den der Jugendchor sang, allesamt boten sie hervorragende Qualität.

Herausragend aber war das Auftreten des Kammerchors, der über ein großes, gut ausgebildetes Stimmvolumen verfügt. Nicht nur „Tochter Zion“ aus der Feder Georg Friedrich Händels, auch „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ aus Mendelssohns „Elias“ bewältigten die Sängerinnen und Sänger ausgesprochen sicher und gut. Die eigentliche Bewährungsprobe aber hatte Dirigent Ronald R. Pelger an den Schluss gesetzt. Und dies zurecht, denn Händels „Halleluja“ aus dem Messias, gemeinsam vorgetragen von Männer-, Frauen- und Kammerchor, geriet zum wahren Höhepunkt des Konzerts. Und dabei gelangen den Konkordianern selbst schwierigste Passagen fehlerlos. Den lange anhaltenden Applaus, für den sich viele Zuschauer von den Plätzen erhoben, hatten sie alle mehr als verdient. Dies gilt auch für Michael Hittel und Wolfgang Löll, die die Chöre am Klavier begleiteten.

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