Heusenstamm - Die 34 Beagle stehlen den Pferden fast die Schau. Stets sind sie umringt, vor allem Kinder sind begeistert von den schnellen Hunden. Und ohne sie könnte die Rembrücker Schleppjagd nicht gestartet werden. Von Christina Schäfer

Die Lämmerspieler Jagdhornbläser begleiteten die Jagdgesellschaft.
Erneut begleitet die Vogelsberg-Meute samt Equipage aus Master, Pikören und Schleppenleger die Jagd rund um Rembrücken, die sich zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt hat. Mehr als 20 Traktoren mit Anhängern stehen auf der Wiese neben dem Rembrücker Sportgelände bereit, um die Zuschauer zu transportieren. Immer wieder können so Schleppenleger, Meute und Reiter beobachtet werden.
Bereits zum achten Mal haben die Mitglieder der Abteilung Pferdesport im Turnverein Rembrücken die Schleppjagd organisiert. Mehr als 50 Helfer unterstützen Jutta und Christian Pape sowie Arnold Subtil bei den Vorbereitungen und der Umsetzung der Schleppjagd.
Auch wenn es am Sonntag ziemlich windet, das Wetter sei perfekt für die Jagd, sagt Hans Nimrichter, der die Equipage anführt. Mit 17 „Koppeln“ - jeweils zwei Hunde gehören zusammen, insgesamt 34 Hunde - ist die Vogelsberg-Meute angereist. Durch den Wind könnten Tropfen der künstlichen Duftspur weggetragen werden und die Hunde von der Schleppe abkommen, gibt Nimrichter zu bedenken. Die Schleppe legten am Sonntag Jagdherr Christian Pape und Dr. Michael Weiler, Präsident der Vogelsberg-Meute.
Bevor Hunde, Reiter und Pferde, die ein harmonisches Miteinander bilden, sowie Zuschauer zur großen Schleppjagd über 20 Kilometer starten begrüßen Jagdherr Christian Pape, Schirmherr und Bürgermeister Peter Jakoby sowie Dr. Michael Weiler die Gäste. Die Lämmerspieler Jagdhornbläser begleiten das Geschehen mit ihrem traditionellen Spiel.
In zwei Feldern - ein Springfeld, angeführt von Marion Wiedemann, und ein Galoppierfeld mit Dany Klein an der Spitze - hatten die Reiter 23 feste Hindernisse aus Holz oder Stroh zu überwinden. Während für die Reiter im ersten Feld Sprungpflicht besteht, können die Reiter des zweiten Feldes die Hindernisse umreiten. Bei zwei Zwischenstopps wartet eine Stärkung auf Tiere, Reiter und Zuschauer.
Beim „Halali“ - aus dem Französischen: ha la lit, da liegt es - am Ende der Jagd ist die „Curée“ zur Belohnung der Hunde der Höhepunkt. Die Meute durfte sich an Rinderpansen laben.
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