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Zehntes Kelterfest des Gesangvereins Konkordia lockt Fans und Ausflügler an den Bannturm

Viel Arbeit fürs Stöffche

Heusenstamm - Eine schöne dunkle Farbe und ein kräftiger Geschmack zeichneten den frisch gekelterten Apfelsaft beim zehnten Kelterfest des Gesangvereins Konkordia am Bannturm aus. Von Peter Petrat

Bei herrlichem Wetter zog das beliebte Kelterfest sehr viele Gäste an.

© Petrat

Bei herrlichem Wetter zog das beliebte Kelterfest sehr viele Gäste an.

Das Geheimnis des leckeren Geschmacks steckt in der Vielfalt der verwendeten Sorten. Es wurde nicht nur von verschiedenen Streuobstwiesen gelesen - oftmals wachsen dort bunt durchmischt Sorten, die keiner mehr genau nennen kann. Nur die Süße in den Äpfeln wird gemessen, teilweise stecken bis zu 60 Prozent drin. Aber auch ein paar herbere müssen für die richtige Mischung hinzu.

Bei herrlichem Wetter nutzen viele Besucher die Gelegenheit, nach dem Essen und dem Genuss von Süßem und Saurem einen Spaziergang durch den Schlosspark zu machen. Die Idee für das Fest rund um den Apfel stammte von Helmut Reitz und Bernd Kostewitz, die beide das Keltern als Hobby betreiben. Nur mit ihrer Erfahrung und der notwendigen Ausrüstung war es möglich, die Veranstaltung ins Leben zu rufen. Und das war eine wunderbare Idee, erklärt einer der Besucher, der mit seinen beiden Kindern jedes Jahr gespannt zuschaut, wie aus den ganzen Äpfeln in nur wenigen Arbeitsschritten der leckere Saft wird, den seine beiden Jungen so gerne schlürfen. Natürlich durften auch die unterschiedlichsten Apfelkuchen und die „Äppelschläppscher“ nicht fehlen. Diese Pfannkuchen mit Apfelstücken waren nicht nur bei den kleinen Gästen beliebt. Eine kleine Motorradausstellung und selbstgemachter Handkäs’ rundeten das Fest ab.

Bilder vom Kelterfest

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vor

Doch damit soviel Süßer und Saurer getrunken werden kann, muss der Verein jedes Jahr viel Arbeit stemmen. Bis zu 80 Helfer sind nicht nur am Festtag, sondern auch davor und danach im Einsatz. Im Vorfeld sammelten 13 Mitglieder drei Tage lang auf verschiedenen Streuobstwiesen. Im Odenwald, wo das Obst in den vergangenen Jahren hergekommen war, konnte kaum eine Ausbeute gemacht werden. Dafür war man hier in der Region - etwa in Dietzenbach - umso erfolgreicher. Bei ihrer Arbeit lasen sie etwa 80 Zentner Äpfel auf. Etwa die Hälfte davon wurde bereits eine Woche vor dem Fest gepresst und gärt nun in Fässern zu Apfelwein fürs nächste Jahr. Der Rest wurde beim Schaukeltern direkt in Süßen verarbeitet. Vor fünf Jahren wurde unter anderem die anschauliche alte Spindelpresse durch eine moderne Wasserdruckpresse ersetzt, um das Waschen, Häckseln, und Pressen mit deutlich weniger Arbeitsaufwand betreiben zu können.

Am Morgen zeigten bereits die Jüngsten des Kinderchors im hinteren Schlösschen, was sie schon alles können. Auf die Nachwuchsarbeit wird bereits seit den 30er Jahren besonderen Wert gelegt, so stammt bereits der Vorsitzende Kostewitz aus früherer Jugendarbeit.

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