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Viel Edles an den Marktständen

Heusenstamm ‐ Er ist ein ganz feiner, edler! Doch nicht allein die mächtige Schlosskulisse, nicht das blau leuchtende Tor oder das graziös aufragende Gotteshaus mit ehrwürdigem Innenleben waren es diesmal, die den Nikolausmarkt adelten. Von Michael Prochnow

Er ist ein ganz feiner, edler! Doch nicht allein die mächtige Schlosskulisse, nicht das blau leuchtende Tor oder das graziös aufragende Gotteshaus mit ehrwürdigem Innenleben waren es diesmal, die den Nikolausmarkt adelten.

© Michael

Er ist ein ganz feiner, edler! Doch nicht allein die mächtige Schlosskulisse, nicht das blau leuchtende Tor oder das graziös aufragende Gotteshaus mit ehrwürdigem Innenleben waren es diesmal, die den Nikolausmarkt adelten.

Während Anbieter und Organisatoren in anderen Städten die Erfahrung machen mussten, dass scheinbar allein Warmes für den Magen die Massen anziehen, glänzen auf der Festmeile der Schlossstadt immer mehr Stände mit Schmuck und Geschmeide.

Goldenes und Silber für Dekolleté, Handgelenk und Finger, bunte Kreationen für sie und ihn, Perlen, Reifen und Ringe müssten jetzt fast jeden Marktbummler zieren. Der Trend zum Schönen sprach alle Generationen an. Kinder verharrten fasziniert vor den Auslagen mit Miniatur-Figuren, Püppchen aus Holz, Filz oder Wolle.

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  • Während Anbieter und Organisatoren in anderen Städten die Erfahrung machen, dass allein Warmes für den Magen die Massen anzieht, glänzen auf der Festmeile der Schlossstadt immer mehr Stände mit Schmuck und Geschmeide.
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vor

Zur Eröffnung des nunmehr 29. weihnachtlichen Marktes in der Schlossstadt „weckte“ der Kinderchor des Gesangvereins Konkordia singend den Nikolaus. Und Bürgermeister Peter Jakoby freute sich: „Auch wenn Petrus uns diesmal ein bisschen im Stich lässt, die Kinder sind uns verlässlich treu.“

Ritter und Indianer hatten Seit‘ an Seit‘ Aufstellung genommen, witzige Tiergestalten leuchteten im Scheinwerferlicht und eine Auslage mit bunten Fingerpuppen aus Peru. Dazwischen blickten große Augen knuddeliger Plüschtiere auf die Besucher, Mädchen strahlten verklärt auf Barbie-Garderobe. Erwachsene faszinierte die Vielfalt der Werke mehrerer Holzschnitzer. Einer stellt seit Jahren gesägte Schneemänner und Tannen aus.

Kirchplatz und Schlossstraße waren auch diesmal dominiert von Hilfsorganisationen. Vor dem Kirchenportal packte eine ehemalige Prinzessin Weihnachtsbäume ein, die Stadtbücherei verkaufte Lesestoff zu Gunsten der Eritrea-Aktion der Kolpingfamilie, nebenan gingen Karten für Fastnachtssitzungen über die Theke. Um die Ecke informierte Pro Retina über Augenkrankheiten, Wirtschaftsjunioren informierten über ihr Projekt „Village Of Hope“, das Waisen auf Sri Lanka mit Notwendigem versorgt.

Die eMSigen hatten Gelee in Gläser gefüllt - eine Tradition, die viele Gruppen für ihre Teilnahme am Markt pflegen. Beim Rotary-Club gehörte glutenfreies Gebäck zur Auslage, bei der Deutschen Waldjugend Futter für Vögel. Einen traurigen Eindruck vermittelte der Obst- und Gartenbauverein, der sein verbranntes Vereinsschild aufgehängt hatte und auf seine Not aufmerksam machte.

Bahnschranken blieben eine Stunde geschlossen

Im Schlossgarten spielten junge Talente für ihr Ziel, „Jugendblasorchester goes Tonbridge“. Die Jugendwehren versorgten im großen Stil hungrige Mägen, Kunstgewerbe führte in den Schlosshof, wo Internationales wartete: Pizza, Grappa und Espresso des italienischen und Muslitos, Calamares und Sangria vom spanischen Familienverein. Feine Tees pries der Freundeskreis Tonbridge an, Wein und Ziegenkäse die Partner aus St. Savin, Käse, Marzipan, Pralinen und das Trappistenbier die Gäste aus dem belgischen Malle.

Am Hinteren Schlösschen verbreiteten die Brasilia-Kicker Wärme mit Caipirinha und Schlappeseppl-Bier, ein Kinderkarussell drehte sich, und einmal mehr bereicherte viel Kunstgewerbe den anspruchsvollen Bummel.

Ein wenig getrübt wurde der Marktspaß, als am Samstag kurz nach 21 Uhr die Polizei zu einer Schlägerei gerufen werden musste, die aber bald geschlichtet war. Und die Heimfahrt so manchen Besuchers und Beschickers wurde erschwert, weil sich die Bahnschranken an der Frankfurter Straße gegen 21.30 Uhr wegen eines technischen Defekts für etwa eine Stunde nicht mehr öffneten.

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