027.07.1027.07.10|Computer
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Nichts geht mehr ohne Facebook: Weltweit eine halbe Milliarde Nutzer surfen und chatten inzwischen auf der Website. Wir zeigen 20 Geheimnisse über das beliebte und zugleich umstrittene Netzwerk:

© dpa
Weltweit über 500 Millionen Nutzer surfen, chatten und „netzwerken“ allein auf Facebook – nicht immer ohne Verluste intimer persönlicher Daten.
Immer wieder Facebook: Keine andere Internet-
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Facebook-Boss Mark Zuckerberg ist erst 26! Der damalige Psychologie-Student gründete die Firma 2004 mit drei Kommilitonen. Heute ist Facebook rund 10 Milliarden Dollar wert. Zuckerberg hält als größter Anteilseigner 24 Prozent und gilt mit einem Vermögen von vier Milliarden Dollar als jüngster Milliardär der Welt.
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Zunächst war Facebook nur eine interne Anwendung für die Uni Harvard, an der Zuckerberg studierte – die Studenten sollten sich damit besser kennenlernen. Am 4. Februar 2004 ging thefacebook.com online, der Server stand in Zuckerbergs Schlafzimmer. Bereits im März 2004 wurde der Service auf die Unis Stanford, Columbia und Yale ausgeweitet: Der Siegeszug hatte begonnen. Erst seit September 2006 ist Facebook für jede Person über 13 Jahren zugänglich.
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Er kommt vom „Facebook“ (Gesichtsbuch), dem Studentenverzeichnis mit Namen und Gesichtern, das es an vielen US-Unis gibt. Beim Start 2004 hieß die Website noch „The Facebook“. 2005 kaufte die Firma für 200 000 Dollar die Adresse facebook.com und benannte sich in Facebook um.
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Das erste Facebook-Logo zeigte bis 2007 die Silhouette eines Mannes – von dem niemand wusste, wer der „Facebook Guy“ war. Kürzlich enthüllte der erste Facebook-Grafiker David Kirkpatrick das Geheimnis: Das Gesicht gehörte Schauspieler Al Pacino – dessen Foto aus dem Internet geklaut war. Mittlerweile hat natürlich auch Pacino seine eigene Facebook-Seite: facebook.com/AlPacino.
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Monatlich verbringen die Nutzer weltweit 500 Milliarden Minuten auf Facebook – das sind über 950 000 Jahre! Rund 100 Millionen Fotos werden täglich eingestellt. Jeder User hat durchschnittlich 130 „Freunde“. Die Hälfte der Kundschaft klickt mindestens einmal pro Tag auf Facebook – und verbringt täglich 55 Minuten dort.
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Hierzulande hat Facebook derzeit 9,948 Millionen Mitglieder – 12,1 Prozent der Bevölkerung (51 Prozent Frauen). Kein Vergleich mit Dänemark – dort sind sogar rund 50 Prozent der Menschen auf Facebook aktiv!
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Mit 500 Millionen „Bürgern“ wäre Facebook mittlerweile das drittgrößte Land der Erde – nur China und Indien haben mehr „Einwohner“. Mittelfristig strebt Zuckerberg eine Milliarde Nutzer an.
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Sie sind erstaunlich unzufrieden mit Facebook – zumindest in den USA. Eine Umfrage ergab gerade, dass Facebook nur einen „Zufriedenheitsindex“ von 64 Prozent erreicht. Damit liegt das Netzwerk unter den fünf Prozent der US-Firmen mit den unzufriedensten Kunden. Gründe sind Datenschutzprobleme, häufige Änderungen an der Website und Spam. Demnach denken 60 Prozent der Nutzer daran, Facebook zu verlassen.
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Hinter Facebook steht ein gigantischer Computer-Park. Derzeit sind über 60 000 Server notwendig, um die Website am Laufen zu halten.
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Auf der Website usocial.net können Sie neue „Fans“ für Ihr Facebook-Profil kaufen – 1000 „Stück“ kosten 197 Dollar.
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Alle Prominenten aufzuzählen, die auf Facebook vertreten sind, würde den Rahmen sprengen. Eine kleine Übersicht von Vin Diesel bis Heidi Klum gibt es auf facebook.com/pages/?browse&ps=87.
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Michael Jackson ist zwar tot, aber immer noch der populärste Facebook-Nutzer – mit 17 Millionen Fans. Die Seite des Facebook-Spiels „Farmville“ kommt aber sogar auf 24,2 Millionen Fans.
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Am 1. Oktober startet in den US-Kinos The Social Network – ein Film über die Gründung von Facebook, mit Jesse Eisenberg in der Rolle von Mark Zuckerberg sowie mit Justin Timberlake. Das Drehbuch geistert bereits durchs Internet – und zeigt, dass Zuckerberg in dem Film nicht gut wegkommt.
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In einem Interview nannte Zuckerberg Anfang 2010 das Prinzip der Privatsphäre „nicht mehr zeitgemäß“ – sonst würden nicht so viele Facebook-Nutzer freiwillig Informationen über sich preisgeben.
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60 Prozent der Nutzer spionieren laut einer US-Umfrage ihrem Ex-Partner auf Facebook hinterher.
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20 Prozent der Scheidungen in Großbritannien beruhen laut einer Statistik von Rechtsanwälten mittlerweile auf Facebook-Flirts.
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Genau genommen ist es verboten, sich unter fiktivem Namen bei Facebook anzumelden. Das Netzwerk löschte schon mehrfach Konten von Nutzern, hinter denen es gefälschte Namen vermutete. In der Praxis lässt sich die Echtheit der Mitgliedsnamen aber nicht überprüfen.
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Es ist nicht ganz einfach, seinen Facebook-Account wieder loszuwerden – bis (angeblich) alle Daten gelöscht sind, dauert es 14 Tage! Diese Website liefert dazu die wichtigsten Informationen: facebook-account-loeschen.de.
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Zuletzt tauchte im Internet das Gerücht auf, Facebook wolle von seinen Mitgliedern künftig eine Monatsgebühr von 4,99 Dollar verlangen. Die Meldung war gefälscht – auf absehbare Zeit bleibt Facebook kostenlos und finanziert sich weiterhin aus Werbung.
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US-Psychologen haben bereits einen Namen für die Facebook-Sucht gefunden – sie sprechen von „Facebook Addiction Disorder“. Die Website sickfacebook.com (krankes Facebook) beschäftigt sich nur mit Facebook-Malaisen.
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Einfach anmelden und lossurfen – das ist keine gute Idee. Denn die Standardeinstellungen in Sachen Sicherheit und Datenschutz sind zum Vorteil von Facebook angelegt – und nicht zu Ihren Gunsten! Dabei bietet die Website durchaus Funktionen zum Schutz der User. Sie müssen sich nur die Zeit nehmen, diese auf den „Konto/Privatsphäre“-Einstellungen auch zu aktivieren. Experten raten: Schalten Sie zunächst alle Funktionen ab, die Sie nicht wirklich brauchen – es kostet nur einen Klick, sie bei Bedarf wieder einzuschalten.
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Unterteilen Sie Kontakte in Listen wie „Freunde“, „Familie“ oder „Beruf“. Jeder dieser Gruppen können Sie dann unterschiedliche Zugriffsrechte einräumen. Fotos, die Ihre Familie sehen darf, gehen Ihre Kollegen meist nichts an. Mit den Listen behalten Sie den Überblick.
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Wenn ein „Freund“ beispielsweise ein unpassendes Party-bild von Ihnen auf seiner Seite einstellt und mit Ihrem Namen markiert, können standardmäßig auch alle Ihre anderen „Freunde“ das Foto sehen. Auch diese Funktion deaktivieren Sie unter „Konto/Privatsphäre“. Ihre eigenen Fotos sollten Sie ebenfalls in Alben einordnen – und für jedes Album definieren, wer die Bilder sehen darf.
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Wundersamerweise schlägt Ihnen Facebook oft Menschen als „Freunde“ vor, die Sie kennen – von denen Sie aber nicht wissen, wie Facebook überhaupt die Verbindung zwischen Ihnen hergestellt hat. Das liegt daran, dass das Netzwerk Ihr Computer-Adressbuch auswertet, sobald Sie auf der Seite „Freunde finden“ Ihre Kontakte freigeben. Diesen „Kontakt-Spam“ sollten Sie auf jeden Fall vermeiden und hier nicht zustimmen – genau wie der Option „Kontakte synchronisieren“ in der Facebook-App auf dem iPhone. „Telefonbuch-Grabschen“ nennt Spiegel Online diese zweifelhafte Praxis.
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Unter „Konto/Kontoeinstellungen“ sollten Sie die Möglichkeit deaktivieren, dass Facebook Ihre Daten für Werbezwecke verwendet.
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