Mit der Doppelausstellung im Klosterhof und in der Galerie im Alten Haus ist Annemarie Pötzelberger, Kuratorin des Seligenstädter Kunstforums, etwas Besonders gelungen. Spitzenwerke arrivierter Künstler sind mit Junger Kunst zu organisch-anorganischer Gesamtschau vereint. Von Reinhold Gries

© Gries
„Flowers“ aus Granit von Masayuki Koorida
Das Motto lautet: „Garten – natürlich künstlich“. Der mit Stockrosen und Stauden aufblühende Klosterhof ist noch spektakulärer als sonst. Das liegt auch an Masayuki Kooridas skulpturalen „Flowers“ aus poliertem schwarzem Granit, die schon bei Bad Homburgs „Blickachsen“ für Furore sorgten. Fremdartig schön und anschmiegsam wirken bis zu zwei Meter große futuristische Formen, deren Kurvatur den schweren Stein leicht macht. Laura Fords großer Bronzerabe mit Mädchenbeinen und -schuhen beeindruckt nicht nur gurrende Vögel im Taubenhaus.
„Wo kein Gras wächst“ – unter großen Bäumen – hat Trash/Treasure aus Wegwerfprodukten Fantasie und Poesie entfaltet. Farbenfrohe Gebilde aus Eislöffeln, Strohhalmen, Plastikbechern und Pfeifenreinigern sind zu Blumenfeldern gesteckt. „Sie stehen für Vergänglichkeit, halten aber Unwetter aus, das habe ich selbst getestet“, erklärt die Kölnerin.
Äußerst fragil geht Lindenberg in auf Malgründe gezeichneten Naturchiffren vor. Modellartigen Konfrontationen miniaturhafter Menschenfiguren mit knallgelben oder blauen Stäben setzen den Kontrapunkt. Herrlich seine sich wiegenden und biegenden Kleinskulpturen ohne Personal.
Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.