Frankfurt - Eine Melone, Schnauzbart, ausgelatschte Schuhe und Stöckchen. Na klar, das ist Charlie Chaplin. Kaum eine andere Figur ist so berühmt wie der Tramp. Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt nähert sich in der Ausstellung „Charlie, the Bestseller. Von Veronika Szeherova

© Dettmar / Quelle: Filminstitut
Der Tramp ist überall: Comics aus den USA (1915-1917) und deutsches Kinder-Grammophon (1925).
Chaplins Tramp – Ikone zwischen Kino, Kunst & Kommerz“ einem Phänomen, das seit fast einem Jahrhundert andauert.
Selbst, wer die Filme nicht gesehen hat, kennt den Tramp: Weit über Chaplins künstlerisches Schaffen hinaus wurde die Figur Teil der Alltagskultur. Geschildert werden die „Chaplinitis“ und ihre Auswirkungen anhand von etwa 6 000 Objekten und Dokumenten aus dem Chaplin-Archiv, das die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege dem Deutschen Filminstitut als Dauerleihgabe überlassen hat. Unterteilt ist die Schau in elf Bereiche, darunter „Charlie sehen“ „Charlie denken“ und „Charlie sein“. Die Palette reicht von Plakaten und Zeitungsartikeln bis hin zu Briefmarken, Spielzeug und Werbekampagnen. Chaplins Familie stellte Filmausschnitte und Originalfotos zur Verfügung. Tochter Geraldine wird am 3. März Frankfurt besuchen.
„Mit dem Tramp kann sich jeder identifizieren, mit ihm lachen und fühlen, von ihm lernen“, sagt Staudinger. „Er kommt in Schwierigkeiten, findet aber einen Ausweg. Noch heute lernen wir von ihm Menschlichkeit, Wahrheit, Hoffnung und Liebe.“



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