Saison-Ausblick der Museumskonzerte

Denkmal für Herrn Schmidt

018.03.1018.03.10|KulturFacebook
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Ein frischer Werbe-Auftritt und ein verjüngter Vorstand: Bei der mehr als 200 Jahre alten Frankfurter Museumsgesellschaft herrscht Aufbruchstimmung. Spiegeln soll sie sich in zehn Sonntags- und Montagskonzerten des Museumsorchesters sowie sechs Kammermusik-Abenden mit jeweils einer Sonderveranstaltung in der Alten Oper. Von Klaus Ackermann

Zu den Höhepunkten zählt eine Oratorien-Rarität, „Das Buch mit sieben Siegeln“ des Wieners Franz Schmidt (1874- 1939), die Sebastian Weigle gestaltet. Frohe Botschaft fürs Publikum: Die Abo-Preise bleiben stabil.

Auch beim „Auftakt“-Festival sorgt „das Museum“ für einen Paukenschlag. Christian Zacharias stellt sich der Herausforderung, Schumanns Klavierkonzert a-Moll als Solist und Dirigent zu bringen. Ebenfalls aufhorchen lässt der Rest des von Zacharias zu seinem 60. Geburtstag ausgesuchten Programms, darunter die Tritsch-Tratsch-Polka und die „Fledermaus“-Ouvertüre von Johann Strauß.

Der Romantik verpflichtet bleibt Matthias Pintscher, zeitgenössischer Komponist, der immer öfter zum Dirigierstab greift. Solistin in Dvoraks Violoncellokonzert ist die US-Amerikanerin Alisa Weilerstein. Musik aus der Neuen Welt versprechen Weigle und der endlich wieder bei den Museumskonzerten aufspielende Pianist Tzimon Barto. Mit Brahms (Violinkonzert, Solist: Christian Tetzlaff) und Bruckner meldet sich der Wahl-Wiener Bertrand de Billy zurück, Dirigent des „Lohengrin“ an der Oper Frankfurt. 100 Jahre russische Musikhistorie bieten Weigle und der Berliner Cellist Alban Gerhardt in Werken von Tschaikowsky, Mussorgski und Schostakowitsch.

Feinschmeckern serviert Sebastian Weigle das Klavierkonzert Nr. 5, vom russischen Pianisten Alexander Warenberg nach Rachmaninows Sinfonie Nr. 2 c-Moll arrangiert. Solist ist der junge Christopher Park aus der Meisterklasse Lev Natochennys. Als derzeit „größtes Talent an der Violine“ lobt Museumsgesellschafts-Vorstand Karl Rarichs den 21-jährigen Russen Sergey Dogadin, der mit dem Sibelius-Konzert debütiert. Dirigieren wird der Sieger des Internationalen Dirigentenwettbewerbs „Sir Georg Solti“.

Große Solisten und vier Frankfurter Chöre vereinen sich für Verdis „Messa da Requiem“ mit dem italienischen Dirigenten Fabio Luisi. Nicht zuletzt stehen zwei Brüder erstmals gemeinsam auf der Bühne, Sebastian als Dirigent und Friedemann Weigle als Bratscher, mit Natalia Prishepenko den Solopart in Mozarts Sinfonia Concertante meisternd. Reizvoll: das Sonderkonzert mit Daniel Barenboim, der in zwei Klavierkonzerten von Liszt brilliert.

Bei den Kammermusikabenden ragt der Zyklus des Artemis-Quartetts heraus, das sämtliche Beethoven-Quartette gestalten wird. Ebenso renommiert sind Cuarteto Casals und Fauré-Quartett, zum Geheimtipp avancieren Atrium-, Apollon-Musagète-Quartett und das Trio Dali. Außerdem gibt’s wieder Weihnachts- und Familienkonzerte sowie „Klassik am Sonntagnachmittag“, die ein junges Publikum generieren sollen.

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