Berlin - Am Freitag bekommen die Finalisten von „The Voice of Germany“ Unterstüzung von internationalen Stars. Wer mit wem auf der Bühne stehen wird und wie das große Castingfinale abläuft:

© dpa
Die Finalisten von "The Voice of Germany" (l-r): Die Max Giesinger, Ivy Quainoo, Kim Sanders und Michael Schulte.
„The Voice of Germany“ war mit einem großen Versprechen angetreten: Die ganz andere Casting-Show, bei der nur die Stimme zählt, die Teilnehmer mit Respekt behandelt werden und die Chance bekommen, von einem erfahrenen „Coach“ zu lernen.
Singen können die vier jedenfalls. Als sie in einem dpa-Interview gebeten werden, kurz ihre aktuellen Wettbewerbs-Singles anzustimmen, zaubert Kim Sanders („Team Nena“) aus dem Stand heraus eine nahezu perfekte, raumfüllende Vorstellung. Die Wahl-Berlinerin aus dem US-Bundesstaat Indiana ist schließlich ein Profi mit zwei Soloalben und sang schon Ende der 90er Jahre für das Disco-Pop-Projekt Culture Beat, wenn auch nach deren erfolgreichster Zeit mit „Mr. Vain“.
Max und Michael scheinen es leichter zu haben als die beiden Finalistinen. Sie albern herum, laden gemeinsame Videos auf YouTube hoch, wie die verwackelte Aufnahme aus einem ICE-Abteil, in der Michael den aktuellen Hit Video Games zu einem gefühlvolleren Lied macht als Lana Del Rey. Wenn einer gewinnt, will der andere bei der Tour im Vorprogramm singen.
Im Finale tritt jeder drei Mal auf: Allein, mit seinem Coach und im Duett mit einem Star. So singt Giesinger mit Katie Melua, in die er sich schon „als kleiner Junge ein bisschen verguckt“ habe und Kim mit Chartstürmer Marlon Roudette. Michael performt zusammen mit Ed Sheeran und Ivy steht zusammen mit der US-Band "Florence and the Machine" auf der Bühne. Am Ende entscheidet das Publikum und - ganz im Sinne der Musikbranche - die Downloadzahlen der Singles der Finalisten.
Für den Sieger fängt der richtige Kampf am Freitag aber auf jeden Fall erst an. Denn die bisherigen Casting-Champions sind in Deutschland schnell aus den Charts verschwunden, mit Ausnahme der No Angels vor mehr als zehn Jahren. „Ich denke, wir haben die besten Voraussetzungen, die es jemals bei einer Casting-Show gab, etwas Ordentliches auf die Reihe zu bekommen“, sagt jetzt Giesinger. Diese Casting-Show könne man nicht mit anderen in einen Topf werfen.
ProSiebenSat.1 lockte mit „The Voice“ immer wieder vier bis fünf Millionen vor allem junge Zuschauer vor die Fernseher - eine anständiger Marktanteil, der allerdings ausgerechnet zum Halbfinale vergangene Woche einbrach, als „The Voice“ von der 1000. Sendung von „Wer wird Millionär?“ überrollt wurde. Das Versprechen der „ganz anderen Casting-Show“ konnte die Sendung vielleicht nicht so recht einlösen: Bei den Live-Shows hatte man manchmal das Gefühl, dass sie auch von einer Konkurrenzsendung hätten sein können, die Sticheleien und das Mitwippen der Jury-Mitglieder wirkten gelegentlich aufgesetzt. Wie dem auch sei: Das Format war so erfolgreich, dass bereits die Kandidaten-Suche für die zweite Auflage läuft.
dpa



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.