105.05.1005.05.10|Kultur
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Frankfurt - „Edita Leggenda“ preist ein Banner am Rang der Alten Oper. Da hat Edita Gruberova gerade ihre Zugabe aus Donizettis „Linda di Chamounix“ gesungen, eine jener Belcanto-

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„Edita Leggenda“ preist ein Banner am Rang der Alten Oper. Da hat Edita Gruberova gerade ihre Zugabe aus Donizettis „Linda di Chamounix“ gesungen, eine jener Belcanto-
Die Münchens Staatsoper, wo sie regelmäßig auftritt, passt den Spielplan an ihre Vorlieben an; beim Arien-
Denn die Selbstverständlichkeit der technischen Ausführung ermöglicht Gruberova das tönende Charakterporträt, eher reif, reflektiert, ehrlich und wissend als vordergründig debil und entrückt. Nur vermeintlich naiv die Vokalisen in der Arie der Orphélie aus „Hamlet“ von Ambroise Thomas, ebenfalls Zeugnis eines beunruhigenden Seelenzustands, Halluzinationen in Gruberovas breitem vokalen Farbspektrum, fast unmerklich die Registerüberblendungen, betörend ihr Legato. Nur Szene und Arie der Violetta aus Verdis erstem „Traviata“-
Die Münchner Symphoniker wirkten von ihrer Energie angesteckt, spielten unter dem ukrainischen Dirigenten Andriy Yurke vych die orchestralen Zwischenepisoden von Donizettis trommelverwirbelter Ouvertüre zur Oper „Die Regimentstochter“ bis zu Amilcare Ponchiellis lieblichem „Tanz der Stunden“ solide bis mitreißend.
Im Zentrum freilich stand Gruberova, mit ihrer immer noch bravourösen Überformung des Virtuosen ins Expressive, auch bestechend, wenn es weniger turbulent zugeht, etwa in Vincenzo Bellinis Elvira-
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