Gespenstische Menschwesen, aufgeknüpft an einem Galgenbaum wie bei Jacques Callots Stichen zum 30-jährigen Krieg; verheerende Szenerien, nachempfunden den Luftaufnahmen der US-Armee vom zerstörten Köln 1945; auseinanderfliegende Städte wie bei den Expressionisten Ludwig Meidner, Franz Masereel oder George Grosz.
Dazwischen sich windende Kreaturen wie bei Picassos „Guernica“, urbane Zivilisation, im Horror-Comic pulverisiert, bedroht von gefräßigen Flugmonstern und begleitet von ratternden Sprech-Salven.
„Heftig: Hi Visuelle Gestaltung“
Spielerischen Umgang mit Schrift pflegt auch der bunt gemachte und charaktervoll typographierte „Petzi Club Guide“ für Schweizer Musikclubs oder beim Gestaltungskosmos des deutsch-belgischen Modedesigners Bernhard Willhelm von der Gruppe „Antwerpen Six“, der sein widerständig-kreatives Kleiderarchiv dem Antwerpener Mode-Museum vermacht hat und per Katalog vorstellt. Auch Willhelm steht für eine neue Generation von Designern, die nicht in gängige Schubladen passen. Entdeckt wurden die Luzerner beim vielbeachteten Grafikdesigner-Workshop der Offenbacher Hochschule für Gestaltung im Februar 2011.
„Heftig: Hi Visuelle Gestaltung“ bis 10. Juni im Offenbacher Klingspor-Museum. Geöffnet: Dienstag, Donnerstag und Freitag 10-17 Uhr, Mittwoch 14-19 Uhr, Samstag und Sonntag 11-16 Uhr.



© GriesKatalog für das Modearchiv des Künstlers Bernhard Willhelm.







