Frankfurt - Eines vorweg: „Der Schrei“ ist nicht in Frankfurt. Edvard Munchs (1863-1944) wohl berühmtestes Gemälde darf nach den Diebstählen aus dem Munch Museum nicht mehr auf Reisen gehen. Von Carsten Müller

© Munch Museum
„Vampir“ (1893)
Gleichwohl war das Osloer Museum Hauptleihgeber der Ausstellung „Edvard Munch – Der moderne Blick“, die nach großem Erfolg im Pariser Centre Pompidou in der Kunsthalle Schirn gastiert.
Die Abwesenheit des Schlüsselwerkes ist auch in anderer Hinsicht von Bedeutung, weil der Norweger vor allem durch den „Schrei“ als introvertiert, melancholisch, gar depressiv wahrgenommen wird. Die Schirn zeigt Munch hingegen als Mensch, der seiner Umwelt, besonders aber neuen Medien wie Film und Fotografie gegenüber aufgeschlossen war. Illustriert wird dies anhand von sechzig Gemälden, zwanzig Papierarbeiten, fünfzig Fotografien und vier Filmen des Künstlers, der als Wegbereiter des Expressionismus gilt.
„Edvard Munch – Der moderne Blick“ bis 13. Mai in der Schirn Kunsthalle, Römerberg. Geöffnet: Dienstag, Freitag bis Sonntag von 10-19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag bis 22 Uhr.
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