Orchester-Parade mit Stars an Pult und Piano

Neue Saison der Alten Oper auf gewohnt hohem Niveau

Orchester-Parade mit Stars an Pult und Piano

011.03.1011.03.10|KulturFacebook
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Spitzenorchester aus München und London, ein „Auftakt“ nach Maß, Kammermusik vom Feinsten, gegenwärtiger Klang, schöne Stimmen und ausgewählt Unterhaltsames: Die neue Saison der Alten Oper verspricht Konzerte auf hohem Niveau. Ein exklusives Gastspiel geben im Herbst erneut die Berliner Philharmoniker mit Chefdirigent Sir Simon Rattle. Auch der 5. Internationale Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti fokussiert auf Frankfurt.

„Wir haben die Krise noch nicht gespürt“, sagt Intendant Michael Hocks – und gibt im Kulturtempel der Mainmetropole 2010/2011 kräftig Gas. Der Rückblick ist rosiger denn je: 2009 gab es 346 Veranstaltungen mit insgesamt 492 000 Besuchern. Bei Konzerten in Eigenregie lag die Auslastung auf dem Gebiet der Klassik bei 86, auf dem Unterhaltungssektor sogar bei 91 Prozent, auch dem großartigen Erfolg des Musicals „Elisabeth“ geschuldet.

Um an diese Zahlen anzuknüpfen, bedarf es mehrerer Paukenschläge. Etwa die fünf Konzerte mit Münchner Spitzenorchestern. Bayreuth-Star Christian Thielemann, der 2012 nach Dresden wechselt, signalisiert noch glückliche Zusammenarbeit mit den Philharmonikern. In drei Konzerten (zwei mit Pro Arte) stellt er den Sinfoniker Anton Bruckner in den Mittelpunkt. Das Bayerische Staatsorchester legt Beethoven auf, Dirigent ist Kent Nagano. Mahlers Sechste gestaltet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Mariss Jansons.

Aus London kommen mit Philharmonic (Vladimir Jurowski) und Philharmonia (Lorin Maazel) zwei Orchester, die Julia Fischer und Lisa Batiashvili, zwei Weltklasse-Geigerinnen, in Szene setzen. Von St. Petersburg reist das Orchester des Mariinsky-Theaters unter Valery Gergiev mit Pianist Alexei Volodin (Tschaikowsky) an. Auf Abschiedstour sind Sylvain Cambreling und das SWR-Sinfonieorchester.

Das Artemis-Quartett erkundet in sechs Konzerten Beethovens Streichquartette (mit Museumsgesellschaft). Im Mozartsaal sind Klavierabende mit Yundi Li, Jean Yves Thibaudet, Marc André Hamelin und Nami Ejiri zu erleben; auch der legendäre Murray Perahia will kommen (Kooperation mit Bach-Konzerten). Anne-Sophie Mutter geigt mit Schülerinnen. Romantische Schumann-Violinsonaten bieten Julia Fischer und Pianist Martin Helmchen. Die Wertschätzung des Ensemble Modern hält an, auch von Pierre Boulez, Guru der Neuen Musik, dirigiert.

Aktuellen Ton steuert Beat Furrer bei, dessen Komponistenporträt gezeichnet wird. Als Interpret wird der Pianist und Dirigent Christian Zacharias herausgestellt. Oper konzertant bringen in Verbindung mit dem Haus am Willy-Brandt-Platz Alfredo Catalanis „La Wally“ und Richard Wagners „Die Feen“.

Kassenmagneten sollen „Evita“ und „Schwanensee on Ice“ sein. Nicht zuletzt gilt es, einen ungewöhnlichen Auftritt von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker anzuzeigen: Bei „Bolero Berlin“ locken lateinamerikanische Rhythmen in den Mozartsaal. KLAUS ACKERMANN

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