023.01.0923.01.09|Kultur
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In Frankfurt war sie zur Gielen-

Helena Döse singt in Oper „Arabella“.
Jetzt kehrt die schwedische Sopranistin Helena Döse an den Ort großer Erfolge zurück, der zur zweiten Heimat des international gefragten Gesangsstars wurde – als Adelaide in Richard Strauss’ Oper „Arabella“, die Regisseur Christof Loy am Willy-
An Liebes-
Kein Wunder, dass Mutter Adelaide zu Beginn der „Lyrischen Komödie“ eine Kartenleserin aufsucht. Ob sie selbst abergläubisch sei? „Aber sicher“, antwortet Döse im Brustton der Überzeugung. Wie viele Bühnenakteure, die nie einen Schlüssel auf den Tisch legen würden. Außerdem stamme sie aus der Provinz Västergötland, wo die Menschen es fertig brächten, gleichermaßen gläubig wie abergläubisch zu sein, sagt sie entwaffnend lächelnd.
Von Loy ist die Schwedin hellauf begeistert, sieht ihn auf einem Niveau mit dem legendären französischen Opernmacher Jean-
Am „Regisseur des Jahres“ Loy, der die Konflikte um Arabella in die 1950er versetzt, schätzt Döse zudem sein Zielstrebigkeit in Sachen Psychologie. Da ende die Geschichte zwar vorlagegemäß glücklich, doch werde sie noch weiter gedacht. Etwa dahingehend, dass sich Adelaide von dem Larifari-
Warum sie so lange nicht in Frankfurt gesungen hat? Auch aufgrund ihrer vielen internationalen Verpflichtungen. Wobei ihr das italienische Repertoire neben den Richards Wagner und Strauss am Herzen liegt. Giuseppe Verdis „Aida“, mit der ihre Weltkarriere begann, ist immer noch Döses Lieblingsrolle. Und nachdem ihr Generalmanager in London gestorben war, widmete sich die schwedische Hofsängerin intensiv dem Opernnachwuchs – bei Meisterkursen in den Vereinigten Staaten und in ihrer Heimat, in Kungälv unweit von Göteborg, mit dem US-
Sie hat viele Erinnerungen an ihrer Frankfurter Zeit, besonders an Ruth Berghaus („eine Generalin, vor der alles kuschte“) und deren revolutionäre Inszenierung von Wagners „Ring“; auch an Herbert Wernickes „Elektra“ von Strauss, nach dem Brand herausgebracht in der Alten Oper. Heute seien Regisseure zwar nicht mehr so autoritär, dennoch werde ebenso intensiv gearbeitet, glaubt die Operndiva, die mit Ehemann und zwei Söhnen in Oberursel lebt und für die physische Fitness lange Spaziergänge mit ihren drei Labrador-
(Klaus Ackermann)
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