024.03.0924.03.09|KulturFacebook
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Ja ist denn heut’ schon Weihnachten? Dickbauchige Zipfelmützenträger mit weißem Rauschebart und roter Robe stürmen die Bühne des Großen Hauses im Staatstheater Darmstadt. Im Schlepptau haben sie riesige Plüsch-

© Foto: Barbara Aumüller
Chris Murray spielt im Musical „Jesus Christ Superstar“ sehr überzeugend und stimmgewaltig Jesus von Nazareth.
„Raus“, schreit eine weiße Lichtgestalt ins muntere Getümmel: Es ist Jesus von Nazareth, der die Händler aus dem Tempel vertreibt, die Feiertage zum kommerziellen Renner gemacht haben. Das Musical „Jesus Christ Superstar“ legte 1971 den Grundstein für Andrew Lloyd Webbers Karriere als Komponist der leichten Musical-
Ob das Thema sich für ein Musical eignet, muss heute nicht mehr diskutiert werden. Spätestens wenn der erste Ton aus Chris Murrays Kehle kommt, hält sich das Publikum nicht mehr mit solchen Fragen auf, sondern lauscht dem beeindruckenden Gesang des Titelhelden, immer präzise, klar und emotionsgeladen.
Jesus taumelt und fällt in Richtung des Publikums, das äußerst nah an seinem Schicksal teilhaben kann. Dies ist der ausgeklügelten Bühnengestaltung von Thomas Gruber zu verdanken, der die Spielfläche den Zuschauern entgegen geneigt hat. Das Kreuz erhebt sich, umrandet von Neonröhren, in massiver Größe aus dem Bühnenboden. Als der Titelheld dort anlangt, verklingt die von Lloyd Webber angerührte Mischung aus Oper, Gospel, Rock und 70er-
Im Kopf des Zuschauers aber bleiben die eindrücklichen Stimmen des Staatstheater-
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