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62. Internationale Filmfestspiele Berlin mit großem Staraufgebot und Wettbewerb

Weltpremieren und Bären

Berlin - Es wird voll auf dem roten Teppich. Bei Auftritten von „Twilight“-Vampir Robert Pattinson, Hollywood-Schönheit Angelina Jolie und Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan könnte es zu Fan-Tumulten kommen. Von Elke Vogel (dpa)

 

© Rapid Eye Movies

Shah Rukh Khan, wahrscheinlich der Schauspieler mit den weltweit meisten Fans, stellt seinen Film „Don – The King is back“ in Berlin vor.

Schauspieler wie Uma Thurman, Meryl Streep, Keanu Reeves, Billy Bob Thornton, Isabelle Huppert, Charlotte Rampling und Salma Hayek stellen bei den 62. Internationalen Filmfestspielen Berlin (9. bis 19. Februar) neue Werke vor.

Es geht bei der Berlinale, dem politischsten der großen Festivals, nicht nur um Starrummel. Unter den fast 400 Filmen sind viele, die Folgen von Globalisierung, Krieg, Gewalt und Missständen in aller Welt zeigen. Zahlreiche Regisseure reisen mit Werken über den Arabischen Frühling an. Auch zur Atomkatastrophe im japanischen Fukushima gibt es welche zu sehen.

Angelina Jolie mit Regiedebüt

Angelina Jolie hat ihr Regiedebüt im Gepäck: das vor dem Hintergrund des Balkankriegs spielende Drama „In The Land Of Blood And Honey“. Der Deutsche Werner Herzog zeigt seine Dokumentation „Death Row“ über zum Tode verurteilte Mörder. US-Regisseurin Alison Klayman beschäftigt sich in „Ai Weiwei: Never Sorry“ mit dem verfolgten chinesischen Künstler. In „Rebelle“ von Kim Nguyen geht es um eine Kindersoldatin aus dem Kongo.

18 Weltpremieren konkurrieren im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären, darunter drei Werke von Deutschen. Weitere Arbeiten kommen aus Frankreich, Indonesien, Griechenland, Italien, Spanien, Ungarn, Dänemark, Senegal und USA. Die deutschen Filme erzählen von privaten Tragödien: In „Barbara“ von Christian Petzold spielt Nina Hoss eine DDR-Ärztin, die ihr Land verlassen will. Hans-Christian Schmids „Was bleibt“ erzählt von einer depressiven Ehefrau und Mutter und dem Umgang ihrer Familie mit der Krankheit – in den Hauptrollen Corinna Harfouch, Lars Eidinger und Ernst Stötzner. Bären-Chancen hat außerdem Matthias Glasers „Gnade“: Jürgen Vogel und Birgit Minichmayr sind als nach Norwegen ausgewandertes Paar zu sehen, dessen Leben durch einen Unfall aus den Fugen gerät. Alle drei sind Stammgäste im Wettbewerb. Außer Konkurrenz läuft in der Special-Reihe Doris Dörries Liebesfilm „Glück“ nach einer Erzählung des Autors und Anwalts Ferdinand von Schirach.

Ehrenbär für Meryl Streep

Der indische Schauspieler und Frauenschwarm Shah Rukh Khan zeigt seinen in Berlin gedrehten Film „Don – The King Is Back“. Spannung verspricht Steven Soderberghs US-Thriller „Haywire“ mit Ewan McGregor und Michael Fassbender. In der britischen Guy-de-Maupassant-Verfilmung „Bel Ami“ versprüht Robert Pattinson seinen Charme an Uma Thurman, Kristin Scott Thomas und Christina Ricci.

Sandra Bullock und Tom Hanks spielen die Hauptrollen in Stephen Daldrys Oscar-Kandidaten „Extrem laut und unglaublich nah“ nach dem Bestseller von Jonathan Safran Foer. „Wenn wir Meryl Streep den Ehren-Bären überreichen, dürfte das auch ein ganz besonderer Abend werden“, verspricht Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. Streep zeigt ihren kontrovers diskutierten Film „Die Eiserne Lady“, in dem sie die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher spielt.

Eröffnet wird die Berlinale am 9. Februar mit dem französischen Revolutionsdrama „Les Adieux À La Reine“. Die in Hollywood und Frankreich erfolgreiche Deutsche Diane Kruger spielt Königin Marie Antoinette. Den Jury-Vorsitz hat der britische Regisseur Mike Leigh. In dem siebenköpfigen Gremium sitzen auch der iranische Regisseur Asghar Farhadi, der vergangenes Jahr mit „Nader und Simin. Eine Trennung“ den Goldenen Bären gewann, sowie die Schauspieler Jake Gyllenhaal, Charlotte Gainsbourg und Barbara Sukowa.

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