Langen (ble) - Erheblich mehr Neugeborene, dafür aber deutlich weniger Eheschließungen – die Jahresstatistik 2011 des Standesamtes weist einige Unterschiede zu der des Vorjahres aus. So hat die Behörde die Geburt von 818 Kindern beurkundet – 55 mehr als 2010.
Darunter ist auch eine Hausgeburt; die restlichen Babys erblickten in der Asklepios Klinik das Licht der Welt. Allerdings ergibt sich eine Differenz zur Statistik des Krankenhauses: Denn vom 1. Januar bis 31. Dezember wurden dort 801 Kinder geboren. Doch in die 2011er Ergebung des Standesamtes fallen auch noch einige Geburten aus den letzten Dezembertagen 2010.
Die Eltern der Kinder stammen hauptsächlich aus dem Kreis Offenbach, neben Langen vor allem aus Dreieich, Dietzenbach und Egelsbach. Aber selbst Frauen aus Seligenstadt oder dem Kreis Groß-Gerau kamen zur Geburt ins Langener Krankenhaus. Der Trend zu mehr Babys trifft mit 213 Geburten (Vorjahr 207) aber auch für Langener Eltern zu. Zwillinge kamen in Langen nicht auf die Welt. Von allen Eltern sind 135 (Vorjahr: 103) ausländische Staatsangehörige. An der Spitze der Nationen liegen die Türkei und Italien.
Die Zahl der Eheschließungen ging recht deutlich von 163 Paaren im Jahr 2010 auf 125 zurück. Außerdem gab es eine eingetragene Lebenspartnerschaft (Vorjahr fünf), bei der sich zwei Männer das Ja-Wort gaben.
Die meisten Ehen (82) wurden im Rathaus geschlossen. Im Trausaal des Alten Rauhauses in der Altstadt, der nur in den Monaten Juli und August geöffnet hatte, waren die Standesbeamten 13-mal tätig. In diesem Jahr kann dort von Mai bis Oktober geheiratet werden. In der Merzenmühle, die ebenfalls eine Außenstelle des Standesamtes beherbergt, gab es 30 Trauungen.
Die Zahl der Verstorbenen lag mit 557 um 20 unter dem Vorjahr. Davon waren 262 männlich (Vorjahr 243), 295 weiblich (Vorjahr 334). 294 Verstorbene waren Auswärtige, 263 kamen aus Langen.
Rubriklistenbild: © dpa
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