1316.03.10|Langen|Langen|1
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Langen ‐ Die Uhr auf der Internetseite des Rallye-Teams „Spirit of Frankfurt amMan“ läuft unerbittlich rückwärts: 45 Tage werden es heute Morgen noch sein, dann bricht die sechsköpfige Gruppe – darunter fünf Langener bzw. Von Markus Schaible

© op-online
Im Bembel-Opel wollen (von links) Mathias May, Frank Breidert, Andre Krueger, Falk Henninger, Sebastian Schulze und Andreas Emmerling vom Allgäu bis nach Amman fahren.
Ex-Langener – mit drei Autos zu einer ungewöhnlichen 6 000-Kilometer-Tour auf. Vom Start in Oberstaufen (Allgäu) geht es bis nach Amman (Jordanien). Das wäre an sich schon bemerkenswert, doch ein Blick ins Regelwerk zeigt, dass es die Teilnehmer mit einer ganz besonderen Rallye zu tun haben: Die Autos müssen älter als 20 Jahre sein oder laut Gebrauchtwagenliste billiger als 1111,11 Euro; Autobahnen, Mautstraßen und Navigationsgeräte sind tabu; pro Tag sind bei freier Streckenwahl mindestens 555, maximal 666 Kilometer zurückzulegen; Übernachtungen sind nur im Auto, Zelt oder Unterkünften, die maximal 11,11 Euro kosten, erlaubt. Und dass es keine Begleitfahrzeuge, Mechaniker und Ähnliches gibt, versteht sich natürlich von selbst.
„Kleinigkeiten können wir selbst erledigen“, sagt Schulze – mehr sei aber auch nicht erforderlich: „Von Teilnehmern früherer Rallyes habe ich gehört, dass man nach Österreich kein Werkzeug mehr braucht. Dort sind die Leute sehr hilfsbereit und gewohnt, alles selbst zu reparieren.“ Allerdings geht er auch gar nicht davon aus, dass viel zu machen sein wird: Das Team fährt Opel Omega (einen haben sie schon, zwei werden noch gesucht). „Die sind sehr günstig, gut motorisiert, geräumig. Und weil es eigentlich ‚Rentnerautos‘ sind, haben die meist wenig Kilometer.“
Das Ziel der Truppe ist klar definiert: „Wir wollen ankommen“, sagt der Teamchef. „Und ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen.“ Die Rückflüge jedenfalls sind schon gebucht.
„Bei dieser Tour geht es um das, was man unterwegs erlebt und mitmacht“, so Schulze: „Wir wollen neue Erfahrungen machen.“ Dabei werden sie nur am Start, bei Zwischenprüfungen in Istanbul sowie zu den Wüstensonderprüfungen am Schluss zwangsläufig auf die anderen Teams (die 100 Startplätze waren binnen 24 Stunden vergeben) treffen. Alles andere ist von den Routen abhängig, die jeder wählt.
Das Team sucht noch Unterstützer, Spender und Mitglieder für den eigens gegründeten Motorsportverein. Kontakt: Tel.: 0174/3 40 10 87. Infos auf der Internetseite von Spirit of Frankfurt am Main.

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