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Langen - Im Altstadtstübbche gibt es wieder ein für jedermann offenes Café: Am heutigen Donnerstag öffnet das Café BIWAQ erstmals seine Pforten und lockt Gäste dann mehrmals pro Woche mit leckeren Kaffeevariationen, frisch gebackenem Kuchen und kleinen Snacks. Von Denis Düttmann

© Denis Düttmann
Es ist angerichtet: Das Team des Cafés BIWAQ (hier sieben der elf Jugendlichen) wartet auf die ersten Gäste. Heute ist die Einrichtung im Altstadtstübbche erstmals geöffnet.
Elf Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren werden den Seniorentreff, in dem auch zahlreiche Gruppen ihr Domizil gefunden haben, in Zukunft betreiben und sich um das leibliche Wohl der Besucher kümmern. Neben der Arbeit im Café bereiten sie sich im Bildungszentrum des Internationalen Bundes (IB) auf ihren Realschulabschluss vor und absolvieren Qualifizierungsmodule der Industrie- und Handelskammer in den Bereichen Gastronomie und Service.
„Wir wollen Bildung und Arbeit miteinander kombinieren und Jung und Alt zusammenbringen“, sagte Projektleiterin Hanneliese Einloft-Achenbach am Dienstag bei der offiziellen Eröffnung des Cafés. Durch die regelmäßige Arbeit im Seniorentreff machten die Jugendlichen wichtige praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt, die ihnen später bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen könnten. „Die Teilnehmer erwerben hier Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein. Darauf legen Arbeitgeber großen Wert“, so Einloft-Achenbach.
Voraussetzungen für die Teilnahme an der Qualifikationsmaßnahme sind der Hauptschulabschluss und ein fester Wohnsitz in Langen. „Für Jugendliche, die nicht sofort einen Ausbildungsplatz finden, ist das Projekt eine gute Möglichkeit, die Wartezeit sinnvoll zu nutzen“, sagt Lautenschläger. „Sie bilden sich weiter und es entsteht keine Lücke im Lebenslauf.“
Insgesamt ist das Projekt auf dreieinhalb Jahre ausgelegt – drei Gruppen von jeweils zwölf Jugendlichen sollen die einjährige Maßnahme durchlaufen. Das Gesamtbudget von 415.000 Euro wird unter anderem von Europäischen Sozialfonds und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung finanziert. Der Name des Cafés stammt von dem Bundesprogramm „Soziale Stadt – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)“, das das Projekt zur Förderung ausgewählt hat.
Zehra Senel träumt davon, später selbst einmal ein Café zu eröffnen. Das nächste Ziel ist aber erstmal der Realschulabschluss – so ist sie auch auf das IB-Projekt aufmerksam geworden. „Die Arbeit hier macht mir viel Spaß“, so die 18-Jährige. „Wir haben schon den Gastraum neu dekoriert, einen Arbeitsplan erstellt und die Bedienung der Kaffeemaschine geübt“, berichtet sie. „Jetzt freuen wir uns darauf, dass es endlich losgeht“.

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