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Einkaufszentrum Oberlingen in Langen: Klare Worte vom EKZ-Miteigentümer Alfrad Basche

„Eine Chance, die es zu nutzen gilt“

Langen - Wenn Alfred Basche zurückdenkt an die guten Zeiten im Einkaufszentrum Oberlinden, denkt er an Open-Air-Modenschauen mit 700 Besuchern und Livemusik oder an Erntedankfeste mit einer Erntekrone über dem Innenhof. Doch diese Zeiten liegen bekanntlich lange zurück. Von Markus Schaible

© Strohfeldt

Alfred Basche hofft auf eine positive Zukunft für das Einkaufszentrum. Das Bistro im Hintergrund hat er einst selbst gebaut, zudem gehört ihm der Laden, in dem seit mehr als zehn Jahren Optik Oberlinden Brillen verkauft.

Blickt Basche voraus, sieht er zwei Optionen: entweder ein Ladenzentrum in einem Zustand, gegen den selbst der jetzige noch golden ist, oder aber einen wiederbelebten Kommunikationsmittelpunkt des Wohngebietes, der die Nahversorgung der Bevölkerung sicherstellt. Genau für diese Wiederbelebung setzt sich Basche ein, wenn er sich ganz klar für die Pläne des Investors Kambiz Ghaliai ausspricht.

Basche verwaltet zwei Immobilien, die sich im Besitz seiner Familie befinden: „Wir haben vor über 20 Jahren das damalige Bekleidungsgeschäft Göhr samt dazugehörigem Laden übernommen. Später haben wir nebenan noch das Bistro gebaut.“ Seine Tochter betrieb das Bekleidungsgeschäft acht Jahre weiter. Seitdem ist der Laden an Optiker-Meister Karsten Ganze vermietet, auch das Bistro gehe nach wie vor gut, sagt Basche. Und obwohl „Ur-Walldorfer“, sei er mit Oberlinden sehr verbunden.

Planungen des Investors

Bislang hielt sich Basche bei den Diskussionen über die mit ihm angestimmten Planungen des Investors für eine Wohn-Aufstockung der Gebäude und eine Sanierung der Läden (unsere Zeitung berichtete) im Hintergrund. Dass jedoch „die ausgewogene Planung des Gesamtkonzepts fast untergeht in dem Gezerre persönlicher Interessen jener, die nur an sich denken und wenig an die von der unhaltbaren Situation betroffenen Bürger und Geschäfte in Oberlinden“, veranlasst ihn, seine Ansicht öffentlich kundzutun.

Und wenn vonseiten der Anwohnerinitiative Ghaliai als Immobilienspekulant dargestellt werde, entbehre das jeglicher Grundlage, sagt Basche: „Das ist ein Familienunternehmen und nicht irgendeine gesichtslose Aktiengesellschaft.“

So gut wie nichts in das Einkaufszentrum investiert

Die früheren Besitzer, so der Walldorfer, hätten so gut wie nichts in das EKZ investiert. Die Bausubstanz sei hervorragend, der allgemeine Zustand nicht. Mit Ghaliai sei nun ein Eigentümer da, der bereit sei, Geld zu investieren. Aber natürlich müsse er dafür auch etwas zurückbekommen. In Absprache mit der Stadt, die sich im Übrigen immer sehr für die Belange der Oberlindener einsetze, sei ein „zeitgemäßes und ansprechendes Konzept“ entstanden – „nach allen Seiten geprüft, ausgewogen, zum Wohle der 5700 Bürger und deren Versorgung“. Damit könne es gelingen, wieder ein gutes Sortiment für den täglichen Bedarf im Einkaufszentrum anzubieten. Hoffnungsvoll stimme ihn, „dass Rewe und Tegut die Nebenzentren wiederentdecken“. Dazu Arzt, Friseur, Bäcker, Kneipe, Brillengeschäft, vielleicht ein Masseur oder Therapeut – das alles sei darstellbar. Und die gewünschte Aufstockung mit etlichen altersgerechten Wohnungen passe auch in die heutige Zeit. „Von einem unabhängigen Gutachter ist überprüft, dass die Aufstockung den benachbarten Grundstücken nicht schadet, deshalb ist der Widerstand für mich unverständlich“, sagt Basche.

Die Botschaft, die der Unternehmensberater im Ruhestand auch in persönlichen Schreiben an die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung kundtun will, ist klar: „Wenn das jetzt nicht funktioniert, sehe ich auf absehbare Zeit keine Chance, dass jemand dort einen Euro in die Hand nimmt.“ Er hoffe deshalb, dass sich die Politiker für die Versorgung der Bürger und die Aufwertung von Oberlinden einsetzen.

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