Langen (fm) - Die Stadt setzt auf einen Strategiewechsel. Im Norden – im Geltungsbereich des Bebauungsplans 18 – soll ein Gewerbegebiet für Bürodienstleister und Handwerker entstehen.
Die Pläne für einen mehrgeschossigen Gewerberiegel entlang der Nordumgehung hatten sich bekanntlich als Fehleinschätzung erwiesen und waren an der mangelnden Nachfrage gescheitert.
Um das neue Konzept umsetzen zu können, möchte der Magistrat eine Erschließungsstraße bauen. Sie würde von der Hans-Kreiling-Allee abknicken, parallel zur Elisabeth-Selbert-Allee verlaufen und dort am künftigen Aranda-de-Duero-Platz einmünden. Wenn der Plan umgesetzt wird, müsste die Kinder- und Jugendfarm weichen. Der Standort sei immer nur als Übergangslösung gedacht gewesen, sagt Fachbereichsleiter Carsten Weise. Er hofft, bei der Suche nach einem alternativen Standort fündig zu werden.
Geld für die neue Straße will der Magistrat erst ausgeben, wenn die unmittelbar an der Selbert-Allee gelegenen Grundstücke vermarktet sind. Laut städtischer Wirtschaftsförderung gibt es eine Reihe von Interessenten. Die Baukosten einschließlich Kanal und Beleuchtung sind auf rund 800.000 Euro taxiert. Nötig sei die Straße, um das 3,7 Hektar umfassende Areal, das der Stadt gehört, in vollem Umfang für Gewerbekleinflächen in einer Größenordnung von 500 bis 3 000 Quadratmeter erschließen und somit auch die zur Nordumgehung hin liegenden Grundstücke andienen zu können, sagt Erster Stadtrat Klaus-Dieter Schneider.
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